Shelton über bisherige Saison: „Viele Frustrationen“ trotz drei Turniersiegen
Ben Shelton ist in diesem Jahr bisher eine echte Wundertüte. Obwohl der US-Amerikaner bereits drei Turniere gewinnen konnte, lief 2026 nicht immer alles nach Plan.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
26.07.2026, 16:51 Uhr

"Es war eine seltsame Saison für mich dieses Jahr", meinte Shelton im Vorfeld des anstehenden Turniers in Washington. "Viele Höhen, viele Tiefen. Ich habe mehr Titel gewonnen als je zuvor in einem Jahr – und wir sind erst bei Jahreshälfte. Gleichzeitig gibt es so viele Dinge, über die ich frustriert und enttäuscht bin in meinem Spiel. Ich denke, es gibt viel Raum für Verbesserungen in der zweiten Jahreshälfte, und ich bin in einem Teil der Saison, den ich wirklich genieße und in dem ich sehr gut spiele."
Drei Titel, aber Schwächen bei großen Turnieren
Shelton holte zwar die Titel in Stuttgart (Gras), München (Sand) und Dallas (Indoor/Hardcourt) und bewies damit seine Allrounder-Qualitäten, gerade bei den großen Events lief es jedoch nicht immer nach Wunsch.
So schied Shelton in Wimbledon bereits in Runde eins gegen Otto Virtanen aus, in Paris verlor er in der zweiten Runde gegen Raphael Collignon. Ganz schlecht lief es bei den ATP Masters 1000-Turnieren: In diesem Jahr hat er bei vier 1000er-Turnieren nur ein Match gewonnen, was den 23-Jährigen etwas frustriert über seine Leistungen zurücklässt.
"Ich schätze, die Inkonsistenz meines Spiels ist das, was mich am meisten frustriert“, gibt der US-Amerikaner zu. „Eines meiner größten Ziele auf der Tour ist es, das Ende der Turniere zu erreichen, die Woche zu beenden und Titel zu gewinnen – das war früher nicht so meine Stärke, aber jetzt werde ich immer besser.“
“Muss konsequenter sein”
Shelton will unnötige, frühe Niederlagen so gut es geht eliminieren. Die Devise lautet: Keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen. "Ich glaube, ein Teil der Frustration kommt davon, dass ich oft in frühen Runden ausgeschieden bin, die für mich oft so etwas wie „Fallenrunden“ sind. Ich denke, dass es für mich wichtig ist, Woche für Woche in solchen Situationen konsequenter zu sein", nimmt sich der Weltranglisten-Sechste einiges vor.
Beim anstehenden ATP 500er-Turnier in Washington ist Shelton an Position zwei gesetzt. Zum Auftakt wird der US-amerikanische Lokalmatador auf einen Qualifikanten treffen.
Hier das Einzel-Tableau in Washington
