Streit um Preisgelder: Sinner & Co. erwägen Mixed-Boykott bei US Open
Laut einem Bericht der Times gehört der Weltranglisten-Erste Jannik Sinner zu einer Gruppe von Tennisstars, die einen Boykott des Mixed-Doppel-Wettbewerbs der US Open erwägen.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
13.06.2026, 22:14 Uhr

Der italienische US Open-Champion des Jahres 2024 scheint sich als treibende Kraft hinter dem Protestprojekt positioniert zu haben, das inmitten des Streits um die Preisgelder Druck auf die Veranstalter machen soll. Konkret ist ein Boykott der Mixed-Wettbewerbe in Flushing Meadows angedacht.
Die US Open-Veranstalter hatten im Vorjahr das Mixed-Format quasi revolutioniert. Das Teilnehmerfeld wurde verkleinert und der Wettbewerb noch vor Start der Einzelwettbewerbe an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ausgetragen. Das Konzept ging auf. Stars wie Jannik Sinner, Carlos Alcaraz, Novak Djokovic und Iga Swiatek nahmen an dem Wettbewerb teil und werteten das Format durch ihre Teilnahme extrem auf - für die Veranstalter ein wahrer Marketing-Coup.
Profis wollen starkes Zeichen setzen
Nun könnte ebendieser Wettbewerb von den Profis als Instrument genutzt werden, um ein starkes Zeichen zu setzen. Die Logik dahinter ist einfach: Das neu gestaltete Mixed-Format ist maßgeblich von der Teilnahme der Topspieler der Tour abhängig. Sollten diese Stars sich gemeinsam zum Verzicht entschließen, wären die Auswirkungen für die Turnierveranstalter deutlich spürbar.
Die Profis fordern schon seit langem einen größeren Anteil an den Einnahmen der vier Grand-Slam-Turniere und haben vor kurzem begonnen, Schritte für ein gemeinsames Vorgehen einzuleiten. Unter dem Druck der Spieler kündigte zuletzt Wimbledon eine Erhöhung des Gesamtpreisgeldes um 20 % an. Die Einzelsieger werden beim Rasen-Grand-Slam im nächsten Monat jeweils 4,8 Millionen Dollar verdienen.
