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"Tennis-Freak" Chwalinska setzt Märchen fort: "Wie ein Traum!"

Maja Chwalinska macht sich trotz ihres Höhenflugs bei den French Open Sorgen - um die Gesundheit ihres Teams. "Ich bin eigentlich kein besonders abergläubischer Mensch, aber meine Trainer sind es.

von SID
zuletzt bearbeitet: 05.06.2026, 15:10 Uhr

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Für Maja Chwalinska fühlt sich der Finaleinzug in Roland Garros immer noch surreal an.

Die essen jeden Tag Pizza, wirklich jeden Tag, und wir sind jetzt schon drei Wochen hier", sagte die Polin - und ergänzte mit einem Augenzwinkern: "Die werden so viel zunehmen. Das wird furchtbar."

Als das unglaubliche Märchen an der Seine um ein Kapitel reicher geworden war, plumpste Maja Chwalinska glückselig auf die rote Asche und schlug die Hände vor das Gesicht: Die Polin hat ihren sensationellen Lauf bei den French Open fortgesetzt und als erst zweite Qualifikantin überhaupt das Finale eines Grand Slams erreicht. Die 24-Jährige bezwang auch die Russin Diana Schnaider, die vom deutschen Trainer Sascha Bajin betreut wird, mit 7:6 (7:4), 6:4 - und greift nun tatsächlich nach dem Coupe Suzanne Lenglen.

In Paris könnte Chwalinska, die in der kommenden Weltrangliste von Platz 114 mindestens auf Platz 21 klettert, nun in die Fußstapfen der Britin Emma Raducanu treten. Diese hatte sich 2021 bei den US Open bis in das Finale gespielt und dann auch den Titel geholt. Im Endspiel wartet mit der Russin Mirra Andrejewa aber eine Aufgabe, die nur schwer lösbar scheint. Die 19-Jährige zeigte in ihrem mit Spannung erwarteten Duell gegen Marta Kostjuk aus der Ukraine zum wiederholten Male eine Glanzleistung am Bois de Boulogne und gewann in nur 1:16 Stunden Spielzeit 6:1, 6:3. Auch sie steht erstmals im Endspiel eines Majors.

Auch Chwalinska kann ihre Hauptrolle in diesem begeisternden Tennis-Märchen kaum glauben. "Ich habe das Gefühl, als wäre ich in einer Blase. Ich weiß nicht, was gerade los ist. Ich bin einfach nur sehr glücklich, hier zu sein", sagte die Überraschung des Turniers, die mit ihren drei Siegen erstmals überhaupt ins Hauptfeld beim Sandplatz-Höhepunkt gerückt war. Nach nun neun Siegen in Serie wird sie in der Weltrangliste von Platz 114 mindestens auf Platz 21 klettern.

"A star is born - diesmal aus Polen", sagte Eurosport-Experte Boris Becker. Im Vorjahr war die Französin Lois Boisson mit einer Wildcard ins Halbfinale marschiert.

Vor dem Endspiel gegen Schnaiders Landsfrau Mirra Andrejewa will Chwalinska nun bestmöglich die Batterien aufladen. Auf ihren geliebten Sport will sie dabei aber nicht gänzlich verzichten. "Ich werde schlafen und ich werde meinen Tee trinken", sagte die Polin: "Ich werde mir etwas Gutes anschauen, vielleicht ein bisschen Tennis. Denn ich bin ein kleiner Tennis-Freak."

Hier das Einzel-Tableau der Damen aus Roland Garros

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