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US Open 2021: Daniil Medvedev verhindert Grand Slam von Novak Djokovic

Daniil Medvedev hat seinen ersten Major-Titel geholt - und damit den Kalender-Grand-Slam von Novak Djokovic verhindert. Medvedev gewann das Finale der US Open 2021 mit 6:4, 6:4 und 6:4.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 13.09.2021, 00:33 Uhr

Daniil Medvedev am Sonntag in New York City
© Getty Images
Daniil Medvedev am Sonntag in New York City

Hier das Match zum Nachlesen im Liveticker!

Ein Sieg hat Novak Djokovic zum Gewinn des Kalender-Grand-Slams gefehlt - aber es hat nicht sein sollen. Denn Daniil Medvedev nahm im Endspiel der US Open 2021 Revanche für die Niederlage bei den Australian Open und holte mit 6:4, 6:4 und 6:4  seinen ersten Titel bei einem Major. Djokovic bleibt damit bei 20 Erfolgen bei Grand-Slam-Turnieren stehen, auf einem Level mit Rafael Nadal und Roger Federer.

Das Match begann nach dem Gusto von Medvedev: Djokovic ließ eine 40:15-Führung sausen, Medvedev ging mit einem Break in Führung, verpasste ein weiteres zum 3:0. Was aber nichts weiter ausmachte: Djokovic gelangen im ersten Akt nur drei Punkte als Rückschläger, Medvedev sicherte sich mit einem Ass die Satz-Führung. Für Novak Djokovic in New York 2021 nichts Neues: Der Branchenprimus hatte in den vier Matches zuvor ebenfalls den Auftakt vergeigt, gegen Kei Nishikori, Jenson Brooksby, Matteo Berrettini und Alexander Zverev.

Djokovic am Netz fehlerhaft, Medvedev als Aufschläger stark

Gleich im ersten Aufschlagspiel von Medvedev im zweiten Satz musste der Russe ein 0:40 drehen. Er tat dies mit Bravour, sorgte bei Djokovic und dem Großteil des Publikums für einige Frustration. Immerhin: Der Favorit wehrte im darauffolgenden Aufschlagspiel seinerseits eine Breakchance ab. Wenige Augenblicke später musste ein Schläger Djokovics dran glauben - nach zwei weiteren vergebenen Möglichkeiten bei Aufschlag Medvedev. Der ein schwaches Servicegame von Djokovic zum 3:2 gerne mitnahm.

Medvedev servierte einigermaßen sicher aus - auch wenn Djokovic bei 5:4 eine große Chance auf zumindest Einstand liegen ließ. 0:2-Satzrückstand, davon musste Novak Djokovic auch im Finale von Roland Garros gegen Stefanos Tsitsipas zurückkommen. Damals nahm sich der Mann aus Belgrad eine längere Pause, diesmal blieb er auf dem Court. Und musste zu Beginn des dritten Durchgangs gleich wieder ein Break hinnehmen. Djokokic suchte immer öfter den Weg nach vorne, zu selten von Erfolg gekrönt. Wie auch bei Breakball Medvedev zum 3:0: Da legte Djokovic einen einfachen Vorhand-Volley ins Aus. Und Daniil Medvedev ließ als Aufschläger danach so gut wie nichts mehr zu. Leistete sich bei seinem ersten Matchball allerdings einen Doppelfehler. Und dann gleich noch einen - Djokovic hatte noch einmal die Chance, auf 3:5 heranzukommen. Und dieser nutzte den vielleicht letzten Strohhalm. Aber zu spät. Denn im zweiten Anlauf machte Medvedev das Match mit eigenem Aufschlag zu.

Damit bleibt Rod Laver, der das Match live im Arthur Ashe Stadium verfolgte, der bislang letzte Mann, dem es gelungen ist, alle vie Grand-Slam-Turniere innerhalb eines Kalender-Jahres zu gewinnen. Und zwar im Jahr 1969. 52 Jahre später kam ihm Novak Djokovic so nahe wie seitdem kein anderer.

Hier das Einzel-Tableau in New York

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von Jens Huiber

Montag
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zuletzt bearbeitet: 13.09.2021, 00:33 Uhr

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