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US Open: Anastasia Potapova - „Bin fast noch ein Teenager“

Anastasia Potapova hat sich nach ihrem Einzug ins Achtelfinale der US Open von ihrer besten Seite gezeigt. 

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 06.09.2026, 10:25 Uhr

Anastasia Potapova steht in Flushing Meadows im Achtelfinale
© Jürgen Hasenkopf
Anastasia Potapova steht in Flushing Meadows im Achtelfinale

Anastasia Potapova ist am Samstag spät, aber bestens gelaunt ihren Verpflichtungen der Presse gegenüber nachgekommen. Und warum auch nicht? Potapova hatte im ersten Match im Louis Armstrong Stadium gegen die Vorjahresfinalistin mit 6:2 und 7.5 gewonnen, zog damit in das Achtelfinale der US Open 2026 ein, wo sie nun auf Mirra Andreeva trifft. Dieses Match gab es in diesem Jahr schon einmal, im Finale von Linz hatte Andreeva das bessere Ende für sich. 

Nun sind Gespräche mit Anastasia Potapova immer ergiebig, das haben mittlerweile auch die internationalen Kollegen erkannt. Keine Fragen sind „off limits“, natürlich auch nicht jene nach ihrem Freund Tallon Griekspoor, der bei ihrem Coup gegen Anisimova nicht in ihrer Box saß. Griekspoor müsse sich schon auf das Davis-Cup-Treffen der Niederländer gegen Kolumbien vorbereiten. 

Potapova braucht gegen Andreeva eine neue Taktik 

Stattdessen saß Irina Doronina in der Box im Armstrong, mit der Potapova schon früher lange Jahre zusammen gearbeitet hat. Eigentlich habe sie gar keinen Coach, aber seit Cincinnati sei Doronina wieder an ihrer Seite. Viel Arbeit konnte noch nicht verrichtet werden. Denn in Cincinnati kam die alte, neue Übungsleiterin zu spät an, in Monterrey konnte Potapova wegen Rückenbeschwerden nicht spielen. 

Der Sieg gegen Amanda Anisimova war jedenfalls einer taktischen Meisterleistung geschuldet. Denn eigentlich bestimmt Anastasia Potapova selbst das Tempo, gibt eigentlich bei jedem Schlag Gas. Das war gegen Anisimova nicht der Plan. Denn kaum jemand spiele schneller als die Amerikanerin. Also streute Potapova hier und da ein paar Bälle mit mehr Spin ein, spielte um eine Nuance langsamer als üblich. Das hat gut funktioniert. Gegen Mirra Andreeva wäre aber wieder ein anderer Ansatz gefragt. 

Diese Anpassungen seien auch Teil eines Reifeprozesses, führte Potapova weiter aus. Und sorgte auch für ein paar Lacher im Interview Room 2. „Manche Leute tun so, als ob ich schon 30 wäre, dabei bin ich erst 24. Also fast noch ein Teenager.“ 

Hier das Einzel-Tableau der Frauen 

 
 

von Jens Huiber

Sonntag
06.09.2026, 13:53 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.09.2026, 10:25 Uhr