US Open: Carlos Alcaraz verlässt New York "mit einem Lächeln"
Carlos Alcaraz hat die Titelverteidigung bei den US Open verpasst. Dennoch war der Spanier nach der knappen Viertelfinal-Niederlage gegen Ben Shelton alles andere als niedergeschlagen.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
09.09.2026, 12:12 Uhr

Für den Sieg reichte es nicht ganz - und doch verließ Carlos Alcaraz das Arthur Ashe Stadium erhobenen Hauptes. “Ich bin glücklich. Ich bin einfach stolz auf mich, auf die Art, wie ich gekämpft habe", sagte der Spanier nach der knappen Fünfsatzniederlage gegen Ben Shelton, durch die er die Titelverteidigung in New York verpasste. Doch das hatte für den naturgemäß “ein bisschen” enttäuschten 23-Jährigen schon wenige Minuten nach Matchende nicht oberste Priorität.
“Ich verlasse den Platz mit einem Lächeln und gesund. Das ist genau das, was ich gebraucht habe”, erklärte Alcaraz in einer Medienrunde. Nach einer langwierigen Handgelenksverletzung und über viermonatiger Auszeit hatte der Weltranglistendritte ausgerechnet bei den US Open sein Comeback gefeiert - und spätestens nach dem beeindruckenden Achtelfinal-Auftritt gegen Tommy Paul als Topfavorit auf den Titel gegolten.
Aus dem dritten US-Open-Titel wurde allerdings nichts, auch weil Alcaraz gegen Shelton ungewohnt früh die Kraft verließ. “Nach dem dritten Satz war ich körperlich wirklich erschöpft”, sagte der siebenfache Grand-Slam-Sieger, “aber ich habe einen Weg gefunden, mich hochzuziehen und physisch etwas extra zu geben”. Im fünften Durchgang habe er sich dann wieder “besser und besser” gefühlt.
Alcaraz lobt “Biest ” Shelton
Dass Alcaraz für seine Bemühungen letztlich nicht belohnt wurde, lag in erster Linie am groß aufspielenden Shelton. “Er ist ein Biest”, zollte der Spanier dem US-Amerikaner Respekt. Im Champions-Tiebreak habe der Aufschlag den Unterschied gemacht. Nach 4:28 Stunden Spielzeit verwandelte Shelton per Ass seinen ersten Matchball.
Während Shelton im Halbfinale auf seinen Landsmann Frances Tiafoe trifft, geht es für Alcaraz nun zurück in die Heimat. Das Ziel des New-York-Trips sah der 23-Jährige als erfüllt an, konnte er sich gegen Shelton doch wieder auf höchstem Level messen. “Manchmal gewinnt man, verliert verliert man", sagte Alcaraz - natürlich mit einem Lächeln.
Hier das Einzel-Tableau in Flushing Meadows
