US Open: Trotz Kritik - Night Sessions bleiben wohl wie gehabt
Die späten Finishes bei den Night Sessions der diesjährigen US Open haben für ungute Stimmung gesorgt. Ändern in 2027? Wird sich wohl dennoch nichts.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
17.09.2026, 21:49 Uhr

Carlos Alcaraz und Ben Shelton hatten ihr Viertelfinalmatch um 3.33 Uhr beendet, auch Alexander Zverev musste in den ersten beiden Runden weit nach Mitternacht noch ums Weiterkommen kämpfen: Bei den Night Sessions der US Open 2026 endeten viele Matches extrem spät. Zum Unmut einiger Akteure und Mitarbeiter - und einiger Fans. Wer in aller Welt will bis tief in die Nacht Tennis schauen - und sich dann noch auf den Heimweg machen, speziell in New York?
Einige Vorschläge liegen seither auf dem Tisch. Könnte man mit den Night Sessions etwas früher beginnen - bereits um 18 Uhr Ortszeit? Oder statt zweier Matches nur eines ansetzen, wie die French Open es handhaben - und im Zweifel, bei einem frühzeitigen Ende noch ein Doppel einschieben? Oder generell Matches verkürzen, über eine No-Ad-Regel (wie es Jim Courier propagiert)?
Er höre die Beschwerden von vielen, sagte Turnierboss Craig Tiley nun, aber auf die Frage nach Lösungen komme wenig zurück. “Man kann die Länge der Matches nun mal nicht kontrollieren.” Man liebe aufseiten der US Open zwei komplette Sessions, mit “einem tollen Frauenmatch, einem tollen Herrenmatch - das sagen uns unsere Fans". Drei der extrem langen Matches seien in den Matchtiebreak gegangen, "und sechs Stunden Tennis ist ein toller Deal, und darum werden wir daran festhalten."
“Wenn man es auf Platz 300 schafft, sollte man davon leben können”
Was er verbessern wolle in den kommenden Jahren? Man wolle sich auf die Fans konzentrieren, mehr Schatten, mehr Platz, mehr Leinwände. Zudem haben man das Preisgeld erhöht, die Pension, das Mitspracherecht der Akteure - und in dieser Richtung wolle man weitermachen. ”Wir brauchen mehr Möglichkeiten für mehr Spieler. Wenn ein Kind heute Profi werden will und es auf Platz 300 der Welt schafft, sollte man davon leben können. Das ist in anderen Sportarten auch so."
