Wer den Davis Cup liebt, der geht auch hin!
Für Traditionalisten steht an diesem Wochenende die letzte „echte“ Runde des Davis Cups 2026 an.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
17.09.2026, 09:25 Uhr

Alexander Zverev in HalleWestfalen gegen die Kroaten, Jakub Mensik gegen die Amerikaner um Ben Shelton in Prag, aber auch Holger Rune in Kopenhagen gegen die Bulgaren - und natürlich Joao Fonseca gegen Stan Wawrinka in Rio de Janeiro. Das sind nur einige der Gelegenheiten, absolute Spitzenkräfte der Tenniswelt an diesem Wochenende in ihren Nationaltrikots zu sehen. Und zwar nicht nur Weltgruppe, wo es um den Einzug in die Finalrunde in Bologna geht, sondern auch in den Etagen darunter.
Für die Traditionalisten ist dies die letzte Chance dieses Jahres, den „echten“ Davis Cup zu erleben, also mit Heim- und Auswärtsspiel, wo den Gastgebern och obliegt, den Untergrund zu bestimmen. Da haben sich etwa die Österreicher in Wien gedacht, unter freiem Himmel auf Sand gegen die Belgier anzutreten. Die Tschechische Republik spielt dagegen in der Halle auf Hartplatz.
Kroatien letzter Sieger im “klassischen” Format
Das ist schon fast wie „früher“, mit der kleinen Einschränkung, dass anno dazumal von Freitag bis Sonntag und im Best-of-Five-Format gespielt wurde. Da hatte der Sonntag schon mal ein bisserl zäh ausfallen können - nämlich dann, wenn ein Team schon mit 3:0 in Führung gegangen war.
Dass in der Weltgruppe nach diesem Wochenende nun noch sieben Nationen übrig bleiben, die dann plus Titelverteidiger Italien um den Pott spielen, das hat sich und en letzten Jahren so eingebürgert. Und sorgt in erster Linie bei den veranstaltenden Nationen (zunächst Spanien, seit vergangenem Jahr eben Italien) für Freude. Andererseits könnten wohl nicht allzu viele Tennisfans spontan die Frage beantworten, wer denn zuletzt den Davis Cup im klassischen Format gewonnen hat (es waren die Kroaten 2018 auswärts in Frankreich).
Also: Wer den Davis Cup mit seiner einzigartigen Atmosphäre bei Heimspielen wirklich liebt, der sollte es frei nach Franz Beckenbauer machen: Geht’s raus und schaut Tennis!
