"Wird ein großes Problem sein": Sinner-Coach Cahill zollt Zverev Respekt
Alexander Zverev hat mit seiner Leistung im Wimbledon-Finale auch Jannik Sinners Coach Darren Cahill beeindruckt.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
13.07.2026, 20:15 Uhr

Satte zehnmal in Folge hat Alexander Zverev nun gegen Jannik Sinner verloren - und trotzdem darf der Deutsche aus der Viersatzniederlage im Wimbledon-Finale auch Kraft schöpfen. Denn anders als in vielen vorangegangenen Begegnungen mit dem Südtiroler war Zverev am Sonntag über weite Strecken des Matches ebenbürtig.
Die starke Leistung des gebürtigen Hamburgers hinterließ auch bei Sinner-Coach Darren Cahill Eindruck. “Er hat das fantastisch gemacht”, meinte der Australier über Zverev. “Wenn er weiterhin auf diesem Niveau und in diesem Stil spielt, ist er schon jetzt ein Problem, aber in Zukunft wird er ein großes Problem sein."
Cahill: Zverev glaubt mehr an sich
Schon bei der Niederlage in Miami vor wenigen Monaten hatte Zverev laut Cahill im ersten Satz ähnlich aggressiv wie in Wimbledon gespielt. “Wir wussten, dass er dazu in der Lage ist. Wir wussten nur nicht, wie lange er das durchhalten würde”, sagte der 60-Jährige. Seit dem Triumph bei den French Open sei Zverev ein anderer Spieler.
“Man sieht einfach daran, wie er jetzt auf dem Platz auftritt, dass er durch den Sieg in Paris das Selbstvertrauen eines Grand-Slam-Titels hat. Er glaubt mehr an sich selbst”, meinte Cahill. “Er weiß, dass er in der Lage ist, sieben Spiele bei einem Major zu gewinnen. Er ist ein großartiger Spieler. Wir haben höchsten Respekt vor ihm.”
Cahill lässt Vertragsverlängerung offen
Respekt zollte Cahill freilich auch seinem Schützling, der nach den Enttäuschungen bei den Australian Open und in Roland-Garros mit dem Triumph in Wimbledon eindrucksvoll zurückschlug. “Er hat erstaunliche Widerstandsfähigkeit gezeigt”, lobte der Australier Sinners Stehaufmännchen-Qualitäten.
Ob Cahill und Sinner ihre Erfolgsgeschichte über die laufende Saison hinaus fortsetzten werden, ließ der Erfolgscoach unterdessen offen. "Ich habe einen Vertrag bis Ende des Jahres", sagte der 60-Jährige. Über eine Verlängerung des Kontrakts werde man “am Ende der Saison ” reden. Mit den US Open bleibt Sinner und seinem Team im Jahr 2026 noch ein ganz großes Ziel.
