WTA Berlin: Groß aufspielende Pegula nach Sieg über Sabalenka im Finale
Jessica Pegula steht beim WTA 500-Turnier in Berlin als erste Finalistin fest. Die US-Amerikanerin bezwang im Halbfinale die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka nach einer größtenteils grandiosen Performance mit 6:4, 6:7 (4) und 6:0.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
20.06.2026, 16:51 Uhr

Bereits das erste Break des Matches ging an Pegula, die in der Anfangsphase noch von zahlreichen Fehlern der Weltranglisten-Ersten profitierte. Sabalenka konnte zwar beim Stand von 2:4 fünf Chancen auf ein Doppelbreak wettmachen, zu einer Wende reichte es im ersten Satz jedoch nicht mehr. Nach einer Spielzeit von 45 Minuten servierte die US-Amerikanerin zum verdienten 6:4-Satzgewinn aus. Sabalenka verließ daraufhin genervt den Platz für eine Toilettenpause.
Die Auszeit schien der Weißrussin gut zu tun, erspielte sie sich doch gleich zu Beginn des zweiten Satzes drei Breakchancen. Nach einem Doppelfehler von Pegula war das frühe Break perfekt, Sabalenka führte bald mit 3:0. In der Folge entwickelte sich ein hochklassiger Schlagabtausch. Nachdem die US-Amerikanerin beim Stand von 2:5 und eigenem Service noch zwei Satzbälle abwehren musste, gelang ihr im Game darauf tatsächlich mit einem Rückhand-Return-Winner das Rebreak zum 4:5.
Zweistündige Regenunterbrechung
Es ging in den Tiebreak, wo Pegula gleich mit einem Minibreak startete und 3:1 in Führung ging. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt, als das Momentum klar auf Seiten der Außenseiterin lag, setzte in der deutschen Hauptstadt Regen ein. Das Match wurde unterbrochen und konnte erst nach rund zwei Stunden fortgesetzt werden.
Sabalenka kam wie aufgedreht zurück auf den Platz, holte sich sechs der ersten sieben Punkte nach Wiederaufnahme und besiegelte mit einem starken Vorhand-Return den Satzausgleich.
Im dritten Satz war es dann dennoch wieder Pegula, die mit einem Break 3:0 in Führung ging. Die US-Amerikanerin spielte in dieser Phase quasi wie von einem anderen Stern, legte ein weiteres Break zum 4:0 nach und erhöhte danach auf 5:0. Auch im Game darauf traf die 32-Jährige jeden Ball und verpasste der Weltranglisten-Ersten tatsächlich die Höchststrafe.
Die Finalgegnerin von Weltranglisten-Vierten wird im Duell zwischen Linda Noskova und Alexandra Eala ermittelt.
Hier das Einzel-Tableau in Berlin
