WTA Rom: Starke Potapova muss sich Pegula beugen
Für Anastasia Potapova war beim WTA 1000-Turnier in Rom im Achtelfinale Endstation. Die Österreicherin unterlag der Weltranglisten-Fünften Jessica Pegula in einem hochklassigen Match mit 6:7 (6) und 2:6.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
11.05.2026, 22:04 Uhr

Pegula erspielte sich gleich zu Beginn drei Breakbälle, Potapova wehrte diese jedoch mit starken Aufschlägen ab und ging doch noch mit 1:0 in Führung. Für die US-Amerikanerin war es der erste Gameverlust seit geraumer Zeit, hatte sie doch zuvor in Rom drei Sätze in Folge 6:0 gewonnen - ein seltenes Kunststück, wie ein Blick auf die Tennis-Historie zeigt.
Mit zwei sensationell herausgespielten Punkten erarbeitete sich Potapova bei 2:1 ihren ersten Breakball, den sie - dank eines Vorhand-Fehlers der US-Amerikanerin - sogleich nutzte. Pegula schlug jedoch postwendend zurück und holte sich das Rebreak.
Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Spielerinnen bemüht waren, die Initiative zu ergreifen. Pegula, die Nummer fünf der Setzliste, agierte in dieser Phase eine Spur stabiler, organisierte sich ein weiteres Break und ging mit 5:3 in Front. Die Österreicherin, die zuletzt bis auf Platz 38 im WTA-Ranking emporgestiegen war, demonstrierte jedoch ihre derzeitige Top-Form und glich mit perfektem Powertennis auf 5:5 aus. Nach zwei weiteren Aufschlagverlusten ging es in den Tiebreak. Dort zeigten beide Akteurinnen Tennis der Extraklasse - am Ende hatte Pegula denkbar knapp mit 8:6 die Nase vorne.
Potapova zollt Strapazen Tribut
Im zweiten Satz sicherte sich die Weltranglisten-Fünfte ein frühes Break zur 3:1-Führung. Potapova blieb jedoch hartnäckig und erspielte sich beim Stand von 2:4 zwei Rebreak-Chancen, die beide ungenutzt blieben. Damit war der Widerstand der Österreicherin gebrochen. Der 25-Jährigen, die sich in Rom über die Qualifikation ins Achtelfinale gespielt hatte, waren nun die Strapazen der letzten Tage deutlich anzusehen. Nach einer Spielzeit war der 7:6 (6) und 6:2-Erfolg aus Sicht Pegulas perfekt.
Im Head-to-Head mit Potapova führt die US-Amerikanerin nun mit 6:0.
Die Viertelfinal-Gegnerin der 32-jährigen wird im namhaften Duell zwischen Naomi Osaka und Iga Swiatek ermittelt.
Anastasia Potapova darf sich indes nach einer weiteren starken Performance mit der Gewissheit trösten, dass sie in der derzeitigen Form jeder Spielerin der Welt gefährlich werden kann.
Hier das Einzel-Tableau der Damen in Rom
