WTA Toronto: Linda Noskova startet mit Zielscheibe auf dem Rücken
Beim WTA-Tour-1000-Turnier n Toronto wird Linda Noskova erstmals als regierende Wimbledon-Siegerin starten. Das wird ihren Gegnerinnen eine zusätzliche Motivation sein.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
03.08.2026, 10:08 Uhr

Linda Noskova hat sich nach ihrem doch recht überraschenden Triumph in Wimbledon ein paar Tage frei genommen, auch das Heimturnier in Prag ausgelassen. Aus guten Gründen, schließlich ist so ein tiefer Run in einem Grand-Slam-Turnier ja auch eine mentale Belastung - der im Fall von Noskova nach ihrem Finalerfolg gegen Landsfrau Karolina Muchova eine kolossale Erleichterung folgte.
In Toronto geht nun das „normale“ Leben auf der Tour für Linda Noskova wieder weiter. Wiewohl auf höchstem Niveau, schließlich werden in Kanada 1.000 Punkte für die Siegerin vergeben. Noskova startet an Position sechs, spielt zum Auftakt entweder gegen Tatjana Maria oder Caty McNally. Danach allerdings droht gleich ein Spitzentreffen mit Alexandra Eala. Eben die muss ja heute noch das Endspiel von Washington gegen Jessica Pegula zu Ende spielen.
Potenzielles Viertelfinale gegen Gauff
Die Bilanz auf Hartplatz 2026 fällt für Linda Noskova, auch erst 21 Jahre jung, nicht überragend aus. In Indian Wells erreichte sie zwar das Halbfinale, schlug auf dem Weg dorthin auch Alex Eala (und das ziemlich deutlich), musste sich aber dann Aryna Sabalenka glatt geschlagen geben. Ein paar Tage später kam in Miami das Aus schon beim ersten Auftritt gegen Sorana Cirstea.
Mittlerweile hat Noskova, wie man so unschön sagt, eine Zielscheibe auf dem Rücken. Als regierende Wimbledon-Siegerin wird es allen Gegnerinnen ein besonderes Anliegen zu sein, Noskova zu besiegen. Die Zeiten, in denen die Tschechin als Außenseiterin in eine Partie gegangen ist, sind seit dem Triumph an der Church Road in London vorbei. Tatsächlich gäbe es nach Papierform wohl erst im Viertelfinale eine Begegnung auf Augenhöhe: Dann würde nämlich Coco Gauff warten, sollte das Turnier nach Papierform verlaufen.
Hier das Einzel-Tableau in Toronto
