Zoff in den Niederlanden: Zwischen Griekspoor und De Jong fliegen die Fetzen

Im niederländischen Tennis brodelt es: Tallon Griekspoor und Jesper de Jong tragen am Rande des ATP-500-Turniers von Rotterdam über die Medien eine verbale Schlammschlacht aus.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 13.02.2026, 11:12 Uhr

Tallon Griekspoor hielt sich mit seiner Meinung nicht zurück
© Getty Images
Tallon Griekspoor hielt sich mit seiner Meinung nicht zurück

Eigentlich hätte Tallon Griekspoor derzeit ja Grund zur Freude. Der Niederländer steht bei seinem Heimturnier in Rotterdam im Viertelfinale und hinterließ in der Hafenstadt bislang einen hervorragenden Eindruck. In seinen beiden bisherigen Matches gegen die Franzosen Giovanni Mpetshi Perricard und Quentin Halys blieb der 29-Jährige ohne Satzverlust. Die sportlichen Leistungen Griekspoors sind im niederländischen Tennis derzeit aber nicht Gesprächsthema Nummer eins.

Vielmehr werden die medialen Schlagzeilen von einem heftigen Zoff zwischen Griekspoor und seinem Landsmann Jesper de Jong dominiert. Der Grund: Griekspoor hatte den niederländischen Tennisverband in einem Interview mit NOS.nl schon vor der Davis-Cup-Blamage in Indien scharf kritisiert und dabei vor allem einen fehlenden Plan sowie mangelhafte Kommunikation bekrittelt. Dem Länderkampf in Bengaluru blieb Griekspoor, der eine Rückkehr ins Davis-Cup-Aufgebot an das Aus “einiger Leute im Team” knüpft, fern.

De Jong kritisiert den Zeitpunkt 

Griekspoors Aussagen kamen bei De Jong, der sein Land in Indien als Nummer eins angeführt hatte, überhaupt nicht gut an. “Wenn wir bei der Eröffnungsfeier sitzen und uns so ein Artikel unter die Nase gehalten wird, ist das absolut nicht schön”, meinte die Nummer 86 der Welt in Rotterdam. Griekspoor habe die Niederlande ohne die beiden bestplatzierten Spieler - auch Botic van de Zandschulp war nicht in Indien dabei - als “schwaches Team” dargestellt.

“Fehler werden überall gemacht, aber ich finde, man sollte sein Land nicht schlechtmachen”, führte de Jong aus. Naturgemäß könne der Verband einige Dinge verbessern, “aber wenn man 2024 Zweiter im Davis Cup wird - ich kann mich irren -, dann sind auch einige Dinge gut gelaufen”. Kontakt mit Griekspoor habe er nach dessen Kritik nicht aufgenommen: “Ich spreche sowieso nicht mit Tallon.”

Griekspoor schießt zurück

Die Antwort richtete Griekspoor nach seinem Sieg gegen Halys über die Medien aus: “Er sagt, ich würde das Land schlechtmachen. Das finde ich ziemlich großspurig für jemanden, der gegen die Nummer 500 der Welt verliert.” De Jong hatte in Bengaluru mit 4:6 und 5:7 gegen den aktuellen Weltranglisten-459. Dhakshineswar Suresh verloren.

Ob es zu einer Aussprache mit de Jong kommt, darf zumindest bezweifelt werden. “Wenn du es nicht wagst, mir in die Augen zu schauen und mich zu grüßen, dann bist du bei mir an der falschen Adresse. Ich werde keine Zeit und Energie für Menschen verschwenden, die mir nichts bringen, also auch nicht für ihn”, sagte Griekspoor. Immerhin soll es laut NOS demnächst mit dem Verband zu einer Aussprache kommen.
 

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Freitag
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