Federer wünscht sich mehr Best-of-five-Matches

Der Schweizer möchte, dass einige Endspiele auf der ATP-Tour wieder über drei Gewinnsätze gehen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 17.03.2014, 19:28 Uhr

Roger Federer hat das Finale beim ATP-Masters-1000-Turnier in Indian Wells gegen Novak Djokovic auf die knappste Art und Weise verloren - im Tiebreak des dritten Satzes. Vor einigen Jahren wäre dieses Endspiel noch ein Best-of-five-Match gewesen. Die meisten Endspiele auf der ATP-Tour, auch bei kleineren Turnieren, wurden damals über drei Gewinnsätze ausgetragen. Geht es nach Federer, würde es in Zukunft auch wieder so sein.

„Es wäre eine andere Ausrichtung gewesen im Finale. Wir wussten vorher, dass das Match spätestens nach drei Sätzen zu Ende sein wird. Wenn du weißt, dass es vielleicht erst nach fünf Sätzen zu Ende ist, hast du eine andere Denkweise. Vielleicht ist das Tempo im Match auch ganz anders. Ich finde, dass wir wieder Best-of-five-Matches auf der ATP-Tour haben sollten. Wir sollten das definitiv bei den ATP World Tour Finals haben, auch bei einigen 1000er-Turnieren. Ich weiß nicht, ob die 250er oder 500er es wieder haben werden. Ich bin so auf die Tour gekommen, ich habe viele Best-of-five-Matches bei den 250er- und 500er-Turnieren gespielt. Einige Matches waren sehr erinnerungswürdig", sagte Federer nach dem verlorenen Endspiel in Indian Wells.

Match zwischen Federer und Nadal zwingt zum Umdenken

Ein Grund für die Änderung, in Finals nur noch über zwei Gewinnsätze zu spielen, ist ein episches Match von Federer. Der Schweizer spielte 2006 im Finale von Rom gegen Rafael Nadal über fünf Stunden (Anmerkung: Nadal gewann im Tiebreak des fünften Satzes). Sowohl Federer und Nadal sagten daraufhin das folgende Masters-Turnier in Hamburg wegen Erschöpfung ab und sorgten für lange Gesichter bei den Turnierveranstaltern und den Fans in Hamburg. Ende der Saison 2006 wurde daraufhin beschlossen, Endspiele auf der ATP-Tour von drei auf zwei Gewinnsätze zu verkürzen sowie bei den 1000er-Turnieren den ersten Acht der Setzliste ein Freilos in der ersten Runde zu geben. Nur noch das Endspiel beim Saisonfinale 2007, dem ehemaligen Masters Cup, wurde über drei Gewinnsätze ausgetragen. Seitdem gibt es Best-of-five Matches nur noch bei Events, die von der ITF veranstaltet werden - bei den Grand Slams, im Davis Cup sowie im Endspiel bei den Olympischen Spielen.

Federer kann auch nachvollziehen, dass es zur Regeländerung kam. Dennoch wünscht sich der Schweizer mehr Endspiele über drei Gewinnsätze. „Ich verstehe, dass wir die andere Richtung eingeschlagen haben, sodass die Spieler mehr Turniere spielen können und die Fans auch die besten Spieler sehen können. Ein Best-of-five-Match zur falschen Zeit kann zu einer Verletzung führen, oder dass du extrem müde wirst, oder sogar das Risiko eines Burnouts erhöhen. Du musst die Matches zur richtigen Zeit ansetzen und fair beurteilen, welches Turnier Best-of-five-Matches bekommt und welche nicht. Das wäre sicherlich eine Debatte, die man führen muss. Aber es wäre schön, wenn wir mehr Best-of-five-Matches hätten."(Text: cab)

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17.03.2014, 19:28 Uhr