Alexander Zverev: Mehr "Full Circle Moment" geht nicht
Am 7. Juni 2022 unterzog sich Alexander Zverev der schwersten Operation seiner Karriere. Exakt vier Jahre später ist der Deutsche Grand-Slam-Sieger.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
08.06.2026, 09:52 Uhr

Er wartete kurz - und ließ sich dann rücklings auf den Court Philipp-Chatrier fallen. Am 7. Juni um 19:44 Uhr hatte sich Alexander Zverev seinen großen Traum vom ersten Grand-Slam-Triumph endlich erfüllt. Für den Deutschen schloss sich in Paris damit auch ein Kreis, hatte er sich doch vier Jahre vor seinem größten Sieg die schwerste Verletzung seiner Karriere zugezogen.
Bei seinem Sturz im Halbfinale der French Open 2022 gegen Rafael Nadal riss sich Zverev sieben Bänder im rechten Fuß, es folgten eine Operation (am 7. Juni) und sieben Monate Pause. “Ich lag auf diesem Platz mit einer Verletzung, von der ich nicht wusste, ob ich mich jemals davon erholen würde”, sagte der Deutsche nach dem Finalerfolg über Flavio Cobolli.
Dieser Moment wird alles übertrumpfen
“Dieser Platz ist etwas ganz Besonderes für mich. Aber er ist nicht nur auf eine sehr positive Weise besonders, sondern auch auf eine negative Weise”, erinnerte sich Zverev in einem “der glücklichsten Momente” seiner Karriere an die Minuten des 3. Juni 2022. Diese Erinnerung sei für ihn - ebenso wenig wie die schmerzhaften Niederlagen der Vergangenheit - auch jetzt “nicht ausgelöscht”.
Aber: Der nun erfüllte Lebenstraum werde all die bitteren Momente übertrumpfen, so Zverev. Dass der 29-Jährige seine ersten Sekunden als Grand-Slam-Champion nur Zentimeter neben jener Stelle, die ihm gegen Nadal zum Verhängnis geworden war, verbrachte, passte ins Bild. Zverev: “Als ich auf dem Boden lag, brachen alle Emotionen heraus."
Zverev verlor nie den Glauben
Der 14-fache Paris-Champion Nadal gesellte sich anschließend ebenso zu den Gratulanten wie Boris Becker oder Billie Jean King. Zverev hofft nach dem Triumph indes auf einen Brustlöser: "Natürlich möchte ich noch ein paar davon gewinnen. Ich glaube schon, dass das ein sehr wichtiges Ding für mich gewesen ist."
Den Glauben an sich habe er in all den Jahren nie verloren, so Zverev. “Ich habe mir immer gesagt, dass ich nicht aufhören werde, bis ich einen (Major-Titel, Anm.) gewinne.” Von nun an könne er die großen Matches womöglich mit weniger Druck angehen: “Wenn ich im Finale stehe, werde ich wissen: Auch wenn ich das Endspiel verliere, bin ich Grand-Slam-Champion.”
Hier das Einzel-Tableau der Männer
