Andy Murray: Drei Tipps für die Wachablösung

Der ehemalige Weltranglistenerste Andy Murray kehrt ab Montag beim Masters-Turnier in Cincinnati auf die Einzelbühne zurück. Und wagt einen Ausblick auf die kommende Generation.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 11.08.2019, 09:55 Uhr

Andy Murray
Andy Murray

Seit Andy Murray außer Gefecht ist, wird vermehrt von den "Big Three" gesprochen - die "Big Four" scheinen Geschichte. Oder doch nicht? Was ist für Murray, den dreifachen Major-Champ, noch drin? Und egal ob "Big Three" oder "Big Four" - was kommt danach?

"In den kommenden Jahren sollte da etwas passieren", blickte Murray im Gespräch mit der ATP voraus. In den nächsten 12 bis 18 Monaten sehe er noch keine Wachablösung, "aber im Bereich zwischen 18 Monaten und zwei Jahren, so denke ich, wird es einige Veränderungen geben." Womit er aber nicht meine, dass von den Älteren keiner mehr einen Major-Titel holen könne.

Konkret schätzt Murray die Chancen von Felix Auger-Aliassime (19), Stefanos Tsitsipas (20) und Alexander Zverev (22) am größten ein. "Ich mag Felix. Ich mag sein Spiel, körperlich ist er sehr stark, auch mental scheint er gut dabei zu sein." Der Kanadier, der sich in diesem Jahr von einem Platz außerhalb der Top 100 bis auf Rang 21 gespielt hat, brauche noch etwas Zeit, so der Schotte.

Tsitsipas habe ebenfalls ein schönes Spiel, sei ein guter Athlet und eine großartige Persönlichkeit. "Es macht Spaß, ihm zuzuschauen. Er hat ein Allround-Spiel, das es ihm erlaubt, auf allen Belägen gut zu spielen, was wichtig ist, wenn man nach oben kommen und dort bleiben will."

Murray hält viel auf Zverev und Thiem

Von Alexander Zverev erwartet Murray noch einiges, trotz der Krise, in der der Hamburger aktuell steckt. "Wenn man ein paar schlechte Monate hat, ist es einfach für die Leute, einen abzuschreiben." Oder daran zu denken, wie viel Zverev schon gewonnen habe. "Er ist noch jung, er kann sich noch sehr verbessern."

Auch in Dominic Thiem steckt laut Murray ein künftiger Grand-Slam-Gewinner. "Er war schon in Grand-Slam-Finals und verbessert sich ständig. Er hat eine großartige Arbeitsmoral und ein starkes Spiel." Allerdings sieht Murray den 25-Jährigen nicht als den künftigen Dominator der Tour. "Die Topleute werden noch zu lange dabei sein, damit das passieren kann, denke ich."

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von Florian Goosmann

Sonntag
11.08.2019, 10:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.08.2019, 09:55 Uhr

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