ATP Köln: Alexander Zverev will seine Serie aufrecht erhalten

Auch ohne Zuschauer verspricht das Finale der ersten bett1HULKS Indoors ein interessantes Duell zu werden, wenn sich am Sonntagnachmittag (um 14 Uhr) mit Alexander Zverev und Felix Auger-Aliassime zwei Jungstars der Tennisszene gegenüberstehen werden.

von Florian Heer aus Köln
zuletzt bearbeitet: 18.10.2020, 08:24 Uhr

Alexander Zverev
© bett1HULKS Indoors/Paul Zimmer
Alexander Zverev

Als der an Nummer eins gesetzte Zverev nach seinem 7:5, 7:6(3) Erfolg über den jungen Spanier Alejandro Davidovich Fokina am Samstag in den Katakomben der Lanxess Arena vor die Presse trat, wirkte er sichtlich zufrieden. Dies war auch trotz gutsitzender Gesichtsmaske zu erkennen. Der gebürtige Hamburger hatte auch allen Grund dazu. Schließlich konnte Zverev den Einzug in sein 20. Finale auf Tour-Level verbuchen.

Daran lässt sich auch eine gewisse Konstanz seiner Leistung in den letzten Jahren ablesen. Bereits seit 2016 hat Zverev in jeder Saison mindestens zwei Endspiele erreicht. „In diesem Jahr bin ich in das Finale der US-Open eingezogen. Dies ist mir in den vorherigen Spielzeiten nicht gelungen“, erklärte Zverev und stellte zudem heraus. „Ich habe seit 2016 auch jedes Jahr ein Turnier gewonnen. Diese Statistik ist mir wichtiger.“

In der Tat kann die Nummer 7 der ATP-Weltrangliste mit einem Erfolg über Auger-Aliassime, der den an Nummer zwei gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut in drei Sätzen niederrang, zum bereits zwölften Mal auf der ATP-Tour triumphieren.

„Ich möchte alles dafür tun, morgen der Sieger eines neuen Turniers in Deutschland zu werden. Das hat nichts mit den US Open zu tun“, entgegnete Zverev auf die Frage, ob der Titelgewinn in Köln ein Trost für das verlorene Finale in Flushing Meadows darstellen könne.

Zverev als Favorit im Finale gegen FAA

„Ich habe gegen Felix bisher noch nie verloren. Für das Turnier wird es extrem interessant sein, wenn zwei junge Spieler im Endspiel gegeneinander antreten werden. Es wird auf jeden Fall nicht einfach“, freut sich Zverev auf den Schlagabtausch mit dem 20-jährigen Kanadier.

Aus beiden der bisherigen zwei Partien ging der Deutsche als Sieger hervor. Beim ATP-Masters 1000 in Monte-Carlo und beim ATP-500-Event in Peking blieb Zverev jeweils ohne Satzverlust.

Auger-Aliassime mit erneuter Chance auf ersten ATP-Turniersieg

„Ich habe die letzten beiden mal verloren. Wir haben bereits viel miteinander trainiert und er kennt mein Spiel sehr gut“, beschreibt Auger-Aliassime die Ausgangssituation vor dem Endspiel in der Domstadt. Der an Nummer 3 gesetzte NextGen-Star bestreitet in Köln sein sechstes Endspiel auf der ATP-Tour, die fünf bisherigen gingen in der Vorsaison in Rio de Janeiro, Lyon und Stuttgart sowie in diesem Jahr in Rotterdam und Marseille allesamt verloren. 

„Es wird ein weiteres hartes Match. Im letzten Finale in China habe ich viele Dinge richtig gemacht. Allerdings hat Alex an diesem Tag sehr stark serviert. Ich werde versuchen aggressiv zu agieren, dabei aber nicht zu übertreiben, um auch den richtigen Moment abwarten zu können. Viel wird darauf ankommen, inwieweit ich mein Spiel anpassen kann. Zusammen mit meinem Coach werden wir noch einige Dinge per Video analysieren und ich hoffe natürlich meinen ersten Sieg gegen ihn erringen zu können. Ich stelle mich der Herausforderung“, gibt sich Auger-Aliassime kämpferisch.

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von Florian Heer aus Köln

Sonntag
18.10.2020, 08:13 Uhr
zuletzt bearbeitet: 18.10.2020, 08:24 Uhr