ATP Peking: Comeback-King Dominic Thiem dreht auch Finale gegen Tsitsipas!

Dominic Thiem hat beim ATP-500er-Turnier in Peking seinen 15. Turniererfolg auf der ATP-Tour gefeiert. In einem hochklassigen Endspiel bezwang er Stefanos Tsitsipas mit 3:6, 6:4 und 6:1. Thiem drehte hierbei, wie schon im Halbfinale, einen Satz- und Break-Rückstand in einen Sieg.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 06.10.2019, 16:07 Uhr

Dominic Thiem
© Getty Images
Dominic Thiem

Einen Serve-and-Volley-Versuch auf den zweiten Aufschlag direkt zu Beginn zertrümmerte Thiem mit einer gewaltigen Vorhand, im Anschluss breakte er Tsitsipas zu null. Aber: Thiem verpasste es, direkt nachzusetzen. Leichte Fehler und ein Doppelfehler folgten, der 1:1-Ausgleich stand, und Mitte des ersten Satzes zogen sowohl Thiem als auch Tsitsipas das Niveau mächtig an./

Beim 3:3 aber ließ Thiem seine Vorhand im Stich, zwei Breakchancen wehrte er noch spektakulär ab, die dritte nicht mehr. Eine Gelegenheit zum Rebreak bekam Thiem nicht, aber Tsitsipas blieb cool. Ein paar Fehler zu viel waren es letztlich bei Thiem, am Ende aber auch nur 58 Prozent erste Aufschläge im Feld - und entsprechend wenig freie Punkte.

Thiem dreht zum Ende auf

In Satz zwei glich Thiem einen 1:2-Break-Rückstand direkt aus, drei Breakbälle beim 4:3 nutzte er jedoch nicht. Beim 4:4 zeigte Thiem großartige Volley-Qualitäten, ganz wichtig: einen Halbvolley-Stopp bei Breakball Tsitsipas! Dann, bei Aufschlag Tsitsipas: drei Thiem-Gewaltschläge für drei Satzbälle. Ein Rückandpassierball-Schuss brachte (mithilfe des Netzes) schließlich den Ausgleich: Thiems 19. Winner bei nur 4 Fehlern ohne Not in Durchgang zwei.

Im dritten Satz zog Thiem direkt mit dem Break davon, er war nun on fire, während Tsitsipas sich mehr und mehr ärgerte. Dem Griechen blieb noch das Ehrenspiel beim 5:0 für Thiem, der dann zu null ausservierte. 35 Winner bei 22 Fehlern ohne Not waren es am Ende bei Thiem, Tsitsipas lag mit 31 zu 29 ebenfalls knapp im positiven Bereich.

Für Thiem steht damit der 15. Turniersieg, nach Indian Wells, Barcelona und Kitzbühel der vierte in der laufenden Saison.

Das gesamte Match zum Nachlesen im tennisnet-Liveticker!

"Ehrlich gesagt: Das war eines der besten Matches, die ich in meiner Karriere gespielt habe", freute sich Thiem. "Wir haben beide mehr Winner geschlagen als Fehler gemacht." Er hoffe, dass die Rivalität mit Tsitsipas in den kommenden Jahren anhalte.

Thiem mit einer Traumwoche

Thiem hatte im Laufe der Woche drei blitzsaubere Matches hingelegt, mit großer Aufschlag-Stärke und Aggressivität überzeugt, unter anderem in einem äußerst munteren Match gegen Comebacker Andy Murray. Im Halbfinale hatte er gegen Karen Khachanov nach einem 2:6, 3:5-Rückstand dann noch gewonnen.

Tsitsipas hatte in der Vorschlussrunde die gute Woche von Alexander Zverev beendet.

Thiem startet als Nächstes beim Masters-1000er-Turnier in Shanghai, wo er eine gute Auslosung erwischt hat. Nach einem Freilos in Runde 1 geht es hier für ihn gegen einen Qualifikanten oder Ze Zhang aus China. Im Viertelfinale könnte Roberto Baustista-Agut warten.

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von Florian Goosmann

Sonntag
06.10.2019, 15:57 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.10.2019, 16:07 Uhr

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