ATP, WTA und ITF starten Corona-Hilfsprogramme - Djokovic, Federer und Nadal wollen nachlegen

Die Tennisorganisationen der Herren (ATP), Damen (WTA) sowie die Weltorganisation ITF starten ihren Hilfsfond. Parallel dazu haben Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal eine eigene Initiative ins Leben gerufen.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 22.04.2020, 10:45 Uhr

Novak Djokovic ist 2020 noch unbesiegt
© Getty Images
Novak Djokovic ist 2020 noch unbesiegt

"Aufgrund der großen Unsicherheit darüber, wann es sicher genug ist, die Profitouren wieder aufzunehmen, diskutieren die internationalen Gremien und ein Hilfsprogramm für die Spieler", heißt es seitens der ATP, WTA und ITF. Konkretere Informationen zu diesem Fond solle es in Kürze geben./

Zusätzlich wollen auch Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal weitere Hilfe in die Wege leiten. Djokovic, aktuell Präsident des ATP-Spielerrats, hat vor wenigen Tagen einen entsprechenden Brief an die Spieler geschickt, wie unter anderem die französische L'Equipe berichtete.

"Außerhalb der Top 250 beginnt der wirkliche Kampf", so Djokovic. "Viele von diesen Spielern denken darüber nach, das Profitennis zu verlassen, weil sie finanziell nicht überlegen werden. Es gibt unglücklicherweise eine große Menge an Spielern zwischen Platz 250 und 700, die nicht von ihren Verbänden unterstützt werden oder keine Sponsoren haben."

Abhängig von ihrem Ranking sollen die Topspieler hierfür in den Fond einzahlen - die Top 5 jeweils 30.000 US Dollar, Spieler zwischen Platz 6 und 10 schlißelich 20.000 US-Dollar, die Nummer 11 bis 20 dann 15.000 US-Dollar, die Plätze 21 bis 50 noch 10.000 US-Dollar.

Spieler zwischen Platz 51 und 100 sollen sich mit jeweils 5.000 US-Dollar beteiligen. Auch die Top 20 der Doppelrangliste sollen jeweils 5.000 US-Dollar zuschießen. Auch Preisgelder der ATP Finals oder der kommenden Australian Open sollen teilweise weiterverteilt werden.

Millman: "Hat es hierzu eine Pandemie gebraucht?"

Insgesamt 4,5 Millionen US-Dollar sollen so zunächst zusammenkommen, 10.000 US-Dollar pro Kopf an die Spieler zwischen Platz 250 und 700 verteilt werden.

Die Initiative stieß größtenteils auf positive Reaktionen, allerdings auch auf eine Frage des Australiers John Millman. "Wenn es die Sorge ist, den Spielern zwischen den Plätzen 250 bis 700 zu helfen - warum war dann eine weltweite Pandemie nötig, um das zu verstehen?"

Schon seit Jahren wird über eine bessere Verteilung der Preisgelder gekämpft. Zwar wurden die Erstrundenpreisgelder bei Grand-Slam-Turnieren angehoben, die Preisgelder für die Spitzenspieler jedoch exorbitant.

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Mittwoch
22.04.2020, 10:19 Uhr
zuletzt bearbeitet: 22.04.2020, 10:45 Uhr

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