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Australian Open live: Roger Federer - der Fünfsatz-Krimi gegen Sandgren zum Nachlesen

Roger Federer spielt im Viertelfinale der Australian Open gegen Tennys Sandgren - das Match gibt's ab 4.30 Uhr live im TV auf Eurosport, via Livestream im Eurosport Player und im Liveticker bei uns! (Zum Spielbericht!)

von Florian Goosmann / Red.
zuletzt bearbeitet: 28.01.2020, 09:02 Uhr

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See you soon!

Sein nächster Halbfinal-Einzug beim "Happy Slam" ist der Lohn für Federers unermüdlichen Einsatz. Sein Kontrahent wird direkt im Anschluss im zweiten Semifinale ermittelt. Vorjahressieger Djokovic muss sich gegen Raonic behaupten. Klicken Sie gerne auch da rein! Bis bald.

Fazit III

Nachdem er sich den 4. Satz im Tie-Break gesichert hatte, wechselte das Momentum auf die Seite des Baselbieters. Sein zehn Jahre jüngerer Konkurrent beschäftigte sich zusehends mit sich selbst, Federer hingegen konnte auch wieder mehr spielerische Akzente einstreuen.

Fazit II

Nach dem souveränen ersten Durchgang erlitt der 20-fache Grand-Slam-Champion einen Leistungseinbruch. Federer kann im Post-Match-Interview auf dem Platz die Ursache dafür selber nicht benennen. Sei's drum: Zunächst hielt er sich nur noch mit seinem eigenen Service über Wasser.

Fazit I

Sandgren hatte die lebende Tennis-Legende am Rande einer Niederlage. Ganze sieben Matchbälle gegen sich konnte Federer jedoch am Ende des 4. Satzes entschärfen, lag selbst im Tie-Break schon 3:6 hinten.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 3:6

Und den nutzt der Routinier umgehend! Federers Aufschlag kommt in Lichtgeschwindigkeit durch die Mitte, Sandgrens unkontrollierter Return verhungert. Ende Gelände, Federer kann sich doch noch durchsetzen!

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 3:5

Zwei Servicewinner später steht das Stadion Kopf: Federer mit Matchball!

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 3:5

Bei 15 beide bäumt sich Sandgren wieder auf. Mit dem Mute der Verzweiflung drückt er Federer noch eine schöne Rückhand-Rakete rein.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 3:5

Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch: Federer serviert zum Matchgewinn!

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 3:5

Dieser Pflichtaufgabe entledigt sich Sandgren letzten Endes mit Bravour: Einen Punkt gibt er ab, dann verkürzt er auf 3:5.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:5

Beim Stand von 15 beide geht Federer jedoch die Präzision flöten, seine Vorhand kommt erst rechts im Korridor herunter.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:5

Sandgren hat gegen dieses mögliche Comeback aber etwas einzuwenden: Wuchtig punktet er auf der Rückhandseite die Linie herunter. 15:0.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:5

Es sieht gut aus. Der Altmeister dominiert die Ballwechsel wieder und geht zu 15 mit 5:2 in Front. Die Rod-Laver-Arena tobt!

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:4

Zweimal seinen Aufschlag durchbringen, und Federer stünde in seinem nächsten Halbfinale im Melbourne Park!

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:4

Ein Spitzenreturn sichert Federer einen Breakball! Sandgrens erster Service kommt dann ausnahmsweise mal nicht - und der Superstar schnappt gnadenlos zu! Aus der Not wird Sandgren zu kurz - und muss sein Aufschlagspiel abgeben! 2:4.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:3

Das gelingt nur mässig - bis zum Deuce sehen wir ein ausgeglichenes Kräftemessen in diesem Spiel.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:3

Gegner Sandgren scheint noch seinen vergebenen Matchbällen hinterherzutrauen. Wichtig für ihn, jetzt den Fokus wieder neu zu schärfen und im Kopf wieder frei zu werden!

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:3

Beginnt langsam eventuell eine eingenommene Schmerztablette beim Eidgenossen zu wirken? Zumindest äusserlich macht Federer wieder einen besseren Eindruck!

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:3

Einmal kann Sandgren noch punkten, dann tütet Federer jedoch das 2:3 ein!

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:2

Dieses Rezept bewährt sich: Ein phänomenaler Rückhand-Schlag aus der Ecke sitzt genau! 40:15.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:2

Federer drückt mächtig aufs Tempo, versucht die Ballwechsel kurz zu halten.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 2:2

Doch auch Sandgren berappelt sich wieder. Zu 15 markiert der Mann aus Tennessee das 2:2.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 1:2

Die Karten scheinen komplett neu gemischt: Federer macht nun wieder einen selbstsichereren Eindruck und stellt problemlos auf 1:2.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 1:1

Dennoch schafft der letztlich das 1:1, wenn auch mit viel Mühe. Auf seinen Service ist Verlass!

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 0:1

Ein gefühlvoller Stopp bringt Federer im nächsten Ballwechsel abermals einen Breakball. Sandgren wirkt nun unruhiger, im Selbstgespräch lässt er Dampf ab.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 0:1

Jetzt zappelt eine anspruchsvolle Longline-Rückhand im Netz. Den drohenden Spielverlust kann Sandgren wenig später allerdings energisch am Netz abwenden. Zweiter Einstand.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 0:1

Sandgren muss schon selber proaktiv an der möglichen Sensation werkeln. Bei 0:30 leckt der Federer-Anhang kurz Blut, ist aber rasch wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen. Von 30:30 hangeln wir uns durch zum Deuce.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7, 0:1

Dementsprechend heisst es jetzt für beide Protagonisten: Nochmal alle Kraftreserven bündeln! Federer darf vorlegen - und serviert unaufgeregt durch zum 0:1.

Fazit 4. Satz

Wir bekommen also in der Tat einen entscheidenden 5. Satz geboten! Sieben Matchbälle konnte Federer entschärfen - obwohl er sichtlich eingeschränkt ist. Aufgeben kennt der 20-fache Grand-Slam-Triumphator aber nicht - und bietet seinem Gegenüber auch "auf einem Bein" noch einen engen Fight. Nur mit seinem Aufschlag hält der 38-Jährige sich über Wasser.

3:6, 6:2, 6:2, 6:7

Momente später liegt der nächste Satzball für den Altmeister parat: Einmal ist es knapp, die Fans toben bereits. Dann wird der US-Boy viel zu lang, seine Vorhand senkt sich erst ein Meter hinter der Grundlinie. Federer kann tatsächlich nochmals ausgleichen nach Sätzen!

3:6, 6:2, 6:2, 6:6

Kurz darf der Baselbieter dann sogar am Satzgewinn schnuppern, ein Top-Service von Sandgren macht diesen Hoffnungen aber jäh den Garaus, 8:8.

3:6, 6:2, 6:2, 6:6

Beide wählen dann die Sicherheitsvariante, vermeiden möglichst das Risiko. Einen tiefen Slice von Federer kann Sandgren nicht mehr sauber zurückbringen, 7:7!

3:6, 6:2, 6:2, 6:6

Dann hat Sandgren aber die Präzision im Arm zurück - und nimmt Federer den Aufschlag ab! 7:6.

3:6, 6:2, 6:2, 6:6

Bei eigenem Aufschlag verliert Sandgren jedoch das nachfolgende Duell am Netz. Mutig sucht er den Weg nach vorne, kann aber nicht vollstrecken. Federer eiskalt! Re-Break zum 6:6.

3:6, 6:2, 6:2, 6:6

Zwei bombensichere Aufschläge später des US-Amerikaners steht es 6:3. Matchbälle für den Underdog!

3:6, 6:2, 6:2, 6:6

Dann patzt Federer, Mini-Break vor für Sandgren! Ist das die Vorentscheidung?

3:6, 6:2, 6:2, 6:6

Huch, was ist denn da passiert? Beim Weg zur Bank rennt ein Ballkind in Sandgren herein. Der ist kurz erschrocken - scheint sich allerdings nicht ernsthaft verletzt zu haben.

3:6, 6:2, 6:2, 6:6

Ein Servicewinner mit Schmackes und direkt ein Ass hinterher: Sandgren präsentiert sich nach wie vor sehr stabil, 3:2

3:6, 6:2, 6:2, 6:6

Zunächst geht alles den erwartbaren Gang. Bei 2:1 aus Sicht von Federer ist noch alles in der Reihe. Zwei Returnfehler Sandgrens bringen ihm die vorläufige Führung.

3:6, 6:2, 6:2, 6:6

Ein High-Speed-Service nach aussen setzt den Schlusspunkt. Zu 15 zum 6:6, wir gehen in den Tie-Break!

3:6, 6:2, 6:2, 6:5

Wiederum serviert Federer also gegen den Matchverlust - und startet gut. Mit einem Serve and Volley treibt er Sandgren zum Fehlschlag, 15:0.

3:6, 6:2, 6:2, 6:5

Selbst gegen einen Federer mit nur 50 Prozent Leistungsvermögen muss man sich jedes Spiel verdienen!

3:6, 6:2, 6:2, 6:5

Sandgrens 21. Ass lässt es schliesslich aber doch 6:5 von der Anzeigetafel strahlen.

3:6, 6:2, 6:2, 5:5

Seine nächste Vorhand-Schleuder aus dem Rückraum segelt jedoch hinten raus. Ein knapper Zentimeter fehlt, das Hawk-Eye gibt final Aufschluss.

3:6, 6:2, 6:2, 5:5

Die Breakchance ist aber rasch Vergangenheit. Sandgren wird wieder aktiver, mit Glück bei einem Netzroller vollstreckt er zum Advantage.

3:6, 6:2, 6:2, 5:5

Weltklasse! Bei 30:30 zirkelt Federer inside-in eine Vorhand aber sowas von präzise in die Ecke. Eine Augenweide.

3:6, 6:2, 6:2, 5:5

Beim Stand von 15 beide hämmert Sandgren Federer einen Service mit 207km/h um die Ohren. Die schärfste Waffe in seinem Arsenal setzt dem Gegner weiter arg zu.

3:6, 6:2, 6:2, 5:4

Macht Sandgren nun bei eigenem Aufschlag alles klar? Federer lässt weiter den Kopf hängen, versprüht über seine Körpersprache keinerlei Optimismus.

3:6, 6:2, 6:2, 5:5

Jetzt Sandgren etwas zu passiv, der Veteran Federer nutzt das aus und stellt auf 5:5. Drei Matchbälle verpuffen ungenutzt!

3:6, 6:2, 6:2, 5:4

Ein klasse Return quer über den Court sichert Matchball Nummer 3 - aber auch den vereitelt Federer nochmals.

3:6, 6:2, 6:2, 5:4

Nur wenig später ermöglicht der nächste Federer-Patzer ihm allerdings den zweiten Matchball. Doch der Tennis-Gigant gibt nicht auf, gleicht nach einem Misshit Sandgrens wiederum aus.

3:6, 6:2, 6:2, 5:4

Sandgren will zu früh die Entscheidung und prügelt eine Rückhand die Linie herunter. Die bleibt jedoch in den Maschen hängen. Deuce.

3:6, 6:2, 6:2, 5:4

Federers Angriff über die Rückhandseite ist nachfolgend aber viel zu flach. Matchball Sandgren!

3:6, 6:2, 6:2, 5:4

Dann wird Sandgren urplötzlich etwas hektisch, verreisst seine Vorhand-Cross. Selten genug, aber 40:15.

3:6, 6:2, 6:2, 5:4

Im Rahmen seines 57. Major-Auftritts in einem Viertelfinale präsentiert sich Federer immer gehemmter. Die nächste einfache Vorhand segelt hinten raus, 0:15.

3:6, 6:2, 6:2, 5:4

Ein entschlossen durchgezogener Netzangriff, eine präzise Rückhand-Kelle cross sowie sein insgesamt 20. Ass später liegt der Underdog jedoch wieder in Front. 5:4.

3:6, 6:2, 6:2, 4:4

Sandgren, heuer erst bei seiner vierten Australian-Open-Teilnahme als Profi, wirkt ungemein abgeklärt. Ein Tweener von ihm gerät allerdings minimal zu lang, 15:15.

3:6, 6:2, 6:2, 4:4

Nach Advantage Federer produziert der den nächsten Rahmenball. Wenig später steht es trotzdem wieder ausgeglichen 4:4. Einen Service nach aussen kann Sandgren nicht regelkonform zurück übers Netz bugsieren.

3:6, 6:2, 6:2, 4:3

Mit einem mutigen Return streicht Sandgren den nächsten Punkt ein. Federer geht da schon gar nicht mehr hinterher!

3:6, 6:2, 6:2, 4:3

Wow! Beim Stand von 40:15 packt Sandgren eine Longline-Rückhand aus, die sich gewaschen hat.

3:6, 6:2, 6:2, 4:3

Bei 30:0 verballert er nun aber eine leichte Vorhand am Netz. Deutlich zu lang!

3:6, 6:2, 6:2, 4:3

Trotz aller körperlicher Einschränkung: Federer beisst, hat ja noch nie im Laufe seiner langen Profi-Karriere ein Spiel aufgeben müssen. Da sieht man seinen ausserordentlichen Sportsgeist!

3:6, 6:2, 6:2, 4:3

Gegen die Service-Raketen Sandgrens steht der Schweizer jetzt allerdings nur noch auf verlorenem Posten. Wieder stellt der US-Athlet auf 4:3 - ohne Punktverlust.

3:6, 6:2, 6:2, 3:3

Mühelos fährt Federer hier am heutigen Tag jedoch keine Punkte mehr ein. Zumindest seinen Service kann er abermals bestätigen. 3:3.

3:6, 6:2, 6:2, 3:2

Sandgren bleibt mental stabil, spielt seinen typischen Stiefel weiter runter. Ausnahmsweise wird er dann von Federer am Netz überwunden, der antizipiert blendend und punktet zum 40:30.

3:6, 6:2, 6:2, 3:2

Noch immer nicht ist zu erkennen, wo es die favorisierte Nummer 3 der Welt schmerzt. Nach dem Gewinn des 1. Satzes schwand seine Leistungsfähigkeit urplötzlich - das kann jeder Beobachter bestätigen.

3:6, 6:2, 6:2, 3:2

Den Aufschlag seines Kontrahenten kann er jedoch nicht mehr ernsthaft gefährden. Über die Zwischenetappe 30:0 cruist Sandgren locker und flockig zum 3:2. Zu Null! Die Gewitterwolken über Federer brauen sich immer dunkler zusammen.

3:6, 6:2, 6:2, 2:2

Mit Mühe gleicht der Baselbieter wiederum aus, 2:2. Zumindest bei eigenem Service kann Federer noch einigermassen mithalten.

3:6, 6:2, 6:2, 2:1

Federer ist nun also gefragt. Bei 30:0 kommt er nur inskonsequent nach vorne und eröffnet so Sandgren die Chance zum Passierschlag. Und der nimmt dankend an - longline zimmert er den Filz am Eidgenossen vorbei.

3:6, 6:2, 6:2, 2:1

Zeit für eine kurze Lektüre in den Bilanzen: Sandgren konnte ganze 13 seiner 18 Netzangriffe erfolgreich abschliessen, Federer liegt hier nur bei einer Ausbeute von 27 bei 44 Versuchen. Auch 39:25 Winner zeigen deutlich, in wessen Richtung das Pendel derzeit ausschlägt.

3:6, 6:2, 6:2, 2:1

Gegen einen schwächelnden Federer ist das 2:1 dann nur noch eine Frage der Zeit.

3:6, 6:2, 6:2, 1:1

Beeindruckend, wie wenig Sandgren sich von dem ganzen Brimborium drumherum verrückt machen lässt! Am Netz vollendet der Rechtshänder zweimal in Serie mit grosser Souveränität, 40:15.

3:6, 6:2, 6:2, 1:1

Die Fans in der Rod-Laver-Arena versuchen ihren Liebling Federer nun zu pushen. Bei jedem Punktgewinn von ihm brandet Jubel auf. 0:15.

3:6, 6:2, 6:2, 1:1

Ein schneller zweiter Service sitzt, immerhin hält Federer sein erstes Aufschlagspiel zum Auftakt des 4. Satzes.

3:6, 6:2, 6:2, 1:0

Sein Gegenpart Sandgren bleibt indes auf dem Gaspedal, am Netz volliert er souverän, 30 beide.

3:6, 6:2, 6:2, 1:0

Beim Service hält Federer indes ungefähr das Tempo vom Matchbeginn, als er regelmässig mit bis zu 195km/h aufschlug. Da scheint er nicht gravierend eingeschränkt zu sein.

3:6, 6:2, 6:2, 1:0

Zack, das nächste Ass durch die Mitte macht den Sack zu - und bringt Sandgren die 1:0-Führung ein. Der darf sich vom aktuellen Szenario nicht zu sehr beeindrucken lassen!

3:6, 6:2, 6:2, 0:0

Wobei natürlich die körperliche Verfassung eine grosse Rolle spielt. Überbordende Zuversicht kann man aus dem Gesicht des routinierten Schweizers gerade sicher nicht ablesen...!

Fazit 3. Satz

Der dritte Durchgang geht ebenfalls klar an den US-Boy: 15:10 unerzwungene Fehler und nur acht Prozent Erfolgsquote bei Punkten nach dem eigenen zweiten Aufschlag von Federer sprechen Bände. Der FedExpress hat merklich Sand im Getriebe!

3:6, 6:2, 6:2

Federer bewegt sich in der Zwischenzeit jedoch deutlich unrund! Sandgren zeigt sich unbeeindruckt, bleibt seiner offensiven Gangart treu und drängt Federer ein ums andere Mal in die Defensive. Den sechsten Satzball kann er schliesslich nutzen, dank eines weiteren Misshits des Favoriten auf der Vorhandseite. 2:1 nach Sätzen, es riecht nach einer Sensation!

3:6, 6:2, 5:2

Auch eine dritte Breakchance für Sandgren kann Federer noch abwehren. Druckvoll schwingt er die Vorhand durch und trifft die Seitenlinie exakt.

3:6, 6:2, 5:2

Einen zweiten Satzball gegen sich entschärft ein Servicewinner Federers durch die Mitte.

3:6, 6:2, 5:2

Federers Reaktion kommt prompt, trocken verhilft ihm eine Vorhandpeitsche genau an die Baseline zum Deuce.

3:6, 6:2, 5:2

Unbeirrt vollstreckt Sandgren am Netz. Per Volley sichert er sich einen Satzball!

3:6, 6:2, 5:2

Dann patzt der Eidgenosse mit einer Longline-Vorhand, wenig später gehen wir über Einstand. Federers Fehlerquote bewegt sich weiterhin in ungewohnten Höhen! Einstand.

3:6, 6:2, 5:2

Da zaubert der Altmeister: Im Rückwärtslaufen bringt Federer noch einen feinen Cross-Winkelschlag an, unerreichbar für seinen Gegenüber. Das High-Tech-Adlerauge bestätigt, der war drauf!

3:6, 6:2, 5:2

Die Aufschlag-Maschine läuft wie geschmiert - der Service ist bekanntlich das Fundament seines Spiels. Mit 68 Assen vor Matchbeginn lag Sandgren in dieser Kategorie auf Platz 4 (hinter Raonic mit 82 und Isner mit 78). Auch heute ist darauf Verlass, 14 stehen bislang für ihn schon wieder in den Statistikbögen!

3:6, 6:2, 5:2

Zum richtigen Zeitpunkt bringt Sandgren aber das nächste Ass zustande. Auch beim nachfolgenden Netzangriff tritt er zielstrebig auf. So ist das 5:2 nur noch Formsache.

3:6, 6:2, 4:2

Bei 15:15 muss Sandgren über den Zweiten gehen - versenkt seinen ersten Rückschlag allerdings leichtfertig in den Maschen. Geht das was?

3:6, 6:2, 4:1

Federer agiert bislang längst nicht so elegant und geschmeidig wie gewohnt. Dennoch bietet er Paroli: Konzentriert kommt der 1,85-Meter-Mann zu Null zum 4:2.

3:6, 6:2, 4:1

Sandgren dreht auf - und bringt so souverän das 4:1 in trockene Tücher. Federer droht weiter der zweite Satzverlust in dieser Begegnung!

3:6, 6:2, 3:1

Offensichtliche Einschränkungen sind bei Federer nicht zu erkennen. War das Timeout mehr taktischer Natur? Dennoch donnert er zwei Vorhand-Schläge ins Netz. 30:0.

3:6, 6:2, 3:0

Sein zweiter Doppelfehler in diesem Match macht es kurz spannend zum 15 beide. Federer besinnt sich dann jedoch wieder seiner Stärken - und powert durch zum Spielgewinn. 1:3 nur noch aus seiner Sicht.

3:6, 6:2, 3:0

Federer stapft unter dem Jubel der Zuschauer zurück auf den Court. Weiter geht's - auch mit altem Tape über Sandgrens Knie.

3:6, 6:2, 3:0

Sandgren nutzt die Zwangspause zu einem Pläuschchen mit der Stuhlschiedsrichterin. Der 28-Jährige wurde gerne sein Kinesio-Tapeverband über dem Knie erneuern lassen, will dafür allerdings kein Medical Timeout verbrauchen.

3:6, 6:2, 3:0

Federer schüttelt hingegen immer wieder mit dem Kopf. Der sechsfache Australian-Open-Sieger ruft den Physio auf den Platz, mit dem er sich jedoch rasch in den Kabinentrakt zurückzieht. Kurze Behandlungspause! Wo er sich verletzt haben könnte, war nicht ersichtlich.

3:6, 6:2, 3:0

Sein Service-Game rettet den "Weltranglisten-Zenturio" (wird aktuell von der ATP als 100. gerankt) allerdings zum wiederholten Male, darauf kann Sandgren sich verlassen. So steht es bald darauf 3:0 - und das noch nicht einmal unverdient!

3:6, 6:2, 2:0

Und Sandgren? Den juckt das Theater mal so gar nicht! Per wuchtigem Dropshot mit der Rückhand gleicht der aus. Die Filzkugel saust die Linie herunter, Federer kann nur hinterherschauen. Deuce.

3:6, 6:2, 2:0

Dann wird Federer sogar vom Umpire verwarnt, weil er eine Linienrichterin verbal angegangen haben soll. Der will das aber nicht wahr haben, lässt sich die Entscheidung nochmal erklären. Das zeigt schon: Der Rechtshänder aus Basel ist momentan nicht bei sich!

3:6, 6:2, 2:0

Der Mann aus Tennessee bleibt aber cool. Zwei Spielbälle schenkt Federer her.

3:6, 6:2, 2:0

Kann FedEx umgehend zurückschlagen? Bei 0:30 entbrennt der bislang längste Ballwechsel, an dessen Ende muss Sandgren Tribut zollen und wird zu flach. Drei Breakgelegenheiten für Federer!

3:6, 6:2, 2:0

Wahnsinn! Federer spielt nicht gut - und wird dafür bestraft. Einmal hat Sandgren mit einem Netzroller Fortuna im Bunde, im Anschluss schiesst der Eidgenosse die nächste Vorhand ins Netz. Break und 2:0!

3:6, 6:2, 1:0

Bei 30:30 verrutscht Federer eine Vorhand aus der Ecke. Sein Rhythmus scheint gebrochen, der 38-Jährige tatsächlich irritiert. Breakchance Sandgren!

3:6, 6:2, 1:0

Ein krachender Servicewinner nach aussen gleicht aber aus.

3:6, 6:2, 1:0

Zeigt Federer Wirkung? Schnell steht er mit dem Rücken zur Wand, hat ein 0:30 gegen sich.

3:6, 6:2, 1:0

Mit viel Verve startet Sandgren in den 3. Satz, drei Asse in Serie ebnen den Weg zur 1:0-Führung.

Fazit 2. Satz

Die Vorzeichen haben sich unterdessen etwas gedreht: Federer hadert mit seinem Service, brachte davon im 2. Durchgang nur noch 62 Prozent ins Feld (Sandgren im 1. Satz: 46 Prozent). Sandgren hingegen spielt immer befreiter auf - und geht dem Tennis-Goliath mit seinem unbequemen Spiel zunehmend auf die Nerven!

3:6, 6:2

Die erste ist rasch Geschichte, die zweite sitzt aber: Sandgren kämpft in einer langen Rally aufopferungsvoll und behält die Oberhand. Wieder unterläuft Federer ein entscheidender Fehler mit der Vorhand. Nach Sätzen steht es 1:1!

3:6, 5:2

Bei 15 beide fabriziert der Schweizer den nächsten Rahmentreffer, ehe er auch noch eine Vorhand zu tief ansetzt und ins Netz ballert. Zwei Breakchancen Sandgren!

3:6, 5:2

Mit neuen Bällen stemmt sich Federer gegen den Satzverlust. Eine überhastete Vorhand aus dem Lauf driftet jedoch zu weit nach aussen - und segelt in den Korridor. 0:15.

3:6, 5:2

Aber Federer ist nicht gewillt, diesen Durchgang abzuschenken. Bei 30:30 stürmt der US-Amerikaner wieder klug nach vorne, sein guter erster Aufschlag macht es möglich. Noch ein satter Servicewinner hinterher, schon steht es 5:2!

3:6, 4:2

Das kennen wir schon: Mit dem Kick-Aufschlag nach aussen kommt Sandgren zu leichten Punkten. Zum wiederholten Mal setzt er diese Waffe erfolgreich ein. 30:15.

3:6, 4:2

Per Über-Kopf-Smash kann Sandgren nochmal punkten, nachdem ihn Federer gleich mehrfach vorne nicht überwinden kann. Momente später strahlt es allerdings 4:2 vom Scoreboard. Zu 15.

3:6, 4:1

Im Anschluss treibt Federer seinen Kontrahenten in den nächsten Vorhand-Fehler. Perfekt getimter Netzangriff des Maestros! 15:0

3:6, 4:1

Federer kann sich nochmal auf 40:30 herankämpfen, legt dann jedoch einen schwierigen Halbvolley in die Maschen. 4:1.

3:6, 3:1

Aha, Sandgren wird mutiger: Mit dem Break im Hinterkopf erhöht er das Risiko - und wird belohnt, 40:0.

3:6, 3:1

Irrtümlicherweise sagt die Stuhlschiedsrichterin den Spielstand mit 3:1 zugunsten Federers an. Auch sie muss sich scheinbar erst an den ungewohnten Rückstand des 20-maligen Major-Triumphator gewöhnen.

3:6, 3:1

Die aktuelle Nummer 3 der Welt lässt das nicht auf sich sitzen, zieht umgehend wieder das Tempo an: Im Sauseschritt zu 15 geht's zum 1:3.

3:6, 3:0

Tennys Sandgren, der bisher eine Bilanz von 5:2-Siegen bei Grand Slams gegen Kontrahenten aus den Top 20 vorweisen kann, liegt offenbar die ganz grosse Bühne. Auch hier verkauft er sich bislang passabel.

3:6, 3:0

Im Anschluss kann Sandgren seinen Vorsprung halten. Ass Nummer 6 macht den Deckel drauf, 3:0.

3:6, 2:0

Und da ist in der Tat das 2:0! Federer patzt mit der Vorhand longline, Sandgren ballt die Faust, Break! Ein eher leichter Faux-Pas - das sieht man selten von Federer.

3:6, 1:0

Die Reaktion Federers? Erst das Hawk-Eye stoppt seine Aufholjagd. Eine Millimeter-Entscheidung zugunsten des Aussenseiters gibt den Ausschlag: Statt 30 beide nun 15:40!

3:6, 1:0

Dann aber ein Ausrufezeichen: Sandgren schwingt eine Rückhand voll durch und nagelt die Filzkugel exakt in die Ecke, Federer ist machtlos. 0:30!

3:6, 1:0

Trotzdem konstatieren wir: Zunehmend hat Sandgren Schwierigkeiten, seinen Service durchzubringen. Immer wieder öffnet er mit leichten Fehler die Tür für Federer, sich Breakbälle zu erspielen.

3:6, 1:0

Wir sind auf die Reaktion von Sandgren gespannt! Zunächst sieht es gut aus, dann lässt der Rechtshänder aber den Schlendrian einziehen - kann letztlich erst nach einem Einstand das 1:0 anschreiben.

Fazit 1. Satz

Nach etwas wackligem Start mit frühen Breakbällen für beide fingen sich die Protagonisten mit steigender Spielzeit. Im sechsten Anlauf konnte Federer seinem Kontrahenten, der ihm durchaus Widerstand leisten konnte, dann einen Service abnehmen. So ebnete sich der Favorit den Weg zur raschen Satzführung binnen 36 Minuten!

3:6

Eine fantastisch getimte Netzattacke sichert ihm Spielbälle. Davon braucht Federer aber nur den ersten. Der 1. Satz ist damit unter Dach und Fach!

3:5

Auch hier sieht es danach aus: Ein starker zweiter Aufschlag des erfahrenen Eidgenossen bringt den Punkt zum 30:0.

3:5

Jetzt serviert jedoch Federer zum Satzgewinn. Bisher brachte er seine Aufschlagspiele (bis auf Ausnahme des ersten) allesamt recht problemlos durch.

3:5

Wenig später kann Sandgren abermals verkürzen. 3:5.

2:5

Allerdings lässt sich sein Widersacher nicht so schnell abschütteln: Eine intensive Rally entbrennt bei 15:30 - mit dem besseren Ende für den Rechtshänder aus den USA! Federers Rückschlag aus der Bedrängnis verhungert.

2:5

Scheinbar beflügelt von dieser Aussicht sucht der Veteran sein Heil in der Offensive - vorne am Netz zwingt er Sandgren zu einem schwierigen Passierversuch, der aber deutlich misslingt. 0:15.

2:5

Seine nächste Unkonzentriertheit von der Baseline kostet Sandgren jedoch schliesslich dieses Spiel. Mit 2:5 strebt Federer jetzt seinem ersten Satzgewinn entgegen.

2:4

Federer will seinen Vorteil im Eiltempo bestätigen - doch Sandgren hat eine Antwort parat: Cross passiert er den 20-fachen Major-Champion am Netz. 40:30.

2:4

Da ist das Break! Sandgren donnert die eingesprungene Vorhand ins Aus. Deutlich zu lang. So steht es 2:4, Federer ein Break vor!

2:3

Nachdem der 28-Jährige im Anschluss ohne Not von hinten zu lang wird, wittert Federer Morgenluft. Bei 30:30 dann sogar Sandgrens zweiter Doppelfehler - zur Unzeit!

2:3

Rumms! Mit Karacho ins Glück - Sandgrens bereits viertes Ass ermöglicht das 30:0.

2:3

Spätzünder: Erst kurz vor seinem 26. Lebensjahr brach Sandgren erstmals in die Top 100 des ATP-Rankings ein. Dass er mittlerweile auch mit den ganz grossen der Branche mithalten kann, beweist er soeben. Fünf Breakchancen gegen sich konnte er bereits zunichte machen!

2:3

Es bleibt dabei: Ein Spaziergang ist das für Federer in der Anfangsphase nicht. Sandgren wehrt sich nach Kräften, muss letztlich aber zu 15 doch das 2:3 hinnehmen. Alles weiter in der Reihe!

2:2

Auf sein Service ist Verlass: Auch den Vorteil sichert der US-Amerikaner sich mit einem wuchtigen Service. Den Haken unter das 2:2 macht er dann aus der Bedrängnis: Cross überwindet er Federer gegen dessen Laufrichtung am Netz. Von diesem 0:40 liess Sandgren sich nicht beirren - der macht bisher einen soliden Eindruck!

1:2

Nein! Dank drei imposanten, weil clever variierten Aufschlägen kann Sandgren diese drei Breakchancen entschärfen.

1:2

Das 0:40 folgt auf dem Fuss. Greift Federer jetzt zu?

1:2

Bei 0:15 kann der sich jedoch meisterhaft befreien - und im Anschluss auch den Passierschlag gegen den nach vorne geeilten Sandgren setzen. 0:30.

1:2

Nach Unforced Errors steht es zu diesem frühen Zeitpunkt bereits 4:2 aus Sicht Federers. Das belegt: Noch hat die lebende Tennis-Legende zu viel Streuung in seinen Schlägen.

1:2

Es entwickelt sich zu Beginn ein Duell auf Augenhöhe. Nur mühsam kann sich Federer Spielbälle organisieren, schliesslich vollstreckt aber auch er vorne am Netz souverän. 1:2.

1:1

Auch als Rückschläger stellt Sandgren seinen Mut unter Beweis: Am Netz punktet der Underdog per Halbvolley am Netz. 15:15.

1:1

Ein toller Passierschlag die Linie herunter sowie ein wuchtiger Aufschlag, den Federer nicht konstruktiv zurückbringen kann, stellen auf 1:1. Sandgren startet gut, kommt mit einem blauen Auge davon!

0:1

Kurz darauf verzieht FedEx abermals eine Vorhand, zwei Breakbälle sind futscht!

0:1

Mit einem Netzangriff zwingt der nun jedoch Federer zu einem Schlag aus der Bedrängnis. Der schafft es nicht übers Netz. 30:40.

0:1

Ein Doppelfehler und ein zu langer Grundschlag Sandgrens bringen jetzt auch Federer zwei Möglichkeiten, seinem Gegner dessen erstes Aufschlagspiel abzuluchsen!

0:1

Wie kommt Sandgren in dieses Match? Offensichtlich ist der auch noch nicht richtig auf Touren. Die erste längere Rally entscheidet der Mann aus Tennessee allerdings für sich, Federer verreisst eine Vorhand deutlich, 15:15.

0:1

Kurz darauf kann Federer jedoch das 1:0 eintüten. Zwei starke Services bringen dem Maestro die Führung ein.

0:0

Bei Vorteil für ihn patzt der 38-Jährige aber am Netz. Beim Halbvolley klappt sein Handgelenk weg, wieder Deuce.

0:0

Dann sucht Federer den Weg nach vorne - und gleicht am Netz sicher aus. Einstand.

0:0

Oha. Der nächste Flüchtigkeitsfehler auf der Vorhandseite folgt. Direkt Breakchance für den Aussenseiter aus den USA!

0:0

Zunächst tastet sich der Schweizer Superstar eher zaghaft in dieses Match. Zwei frühe, leichte Vorhand-Misshits von ihm bringen das 30:30.

1. Satz

Los geht's, packen wir es an!

Einschlagen

Fünf Minuten haben beide Spieler nun Zeit, sich aufzuwärmen und ihre Muskulatur auf Betriebstemperatur zu bringen. Lange müssen wir uns also nicht mehr gedulden!

Coin Toss

Unterdessen haben die Spieler auch bereits die obligatorischen Erinnerungsfotos hinter sich gebracht. Flugs folgt der Münzwurf: Federer gewinnt und entscheidet sich dafür, als Aufschläger zu beginnen.

Im Zeitplan

Nachdem sich Australiens letzte im Turnier verbliebende Tennis-Hoffnung Ashleigh Barty mit 7:6, 6:2 gegen Kvitova ihren Semifinal-Platz gesichert hat, treffen unsere Protagonisten gleich in der Rod-Laver-Arena ein. Die Betonschüssel ist weiterhin prächtig gefüllt, 14.820 Zuschauer fasst der grösste Platz auf der Anlage. Der Weg ist frei, es ist angerichtet!

Zurück ins Hier und Jetzt

Wir dürfen also gespannt sein, wer das Halbfinal-Ticket in Melbourne 2020 lösen wird. Aktuell duellieren sich allerdings noch Ash Barty und Petra Kvitova auf "unserem" Court. Die Lokalmatadorin scheint auf einem guten Weg, beim Stand von 7:6, 4:0 hat sie alle Trümpfe in der Hand. Gegen 5 Uhr erwarten wir dann den Startschuss zwischen Sandgren und Federer.

Federer bei Grand Slams

Der Briefkopf des Schweizer Maestros gibt diesbezüglich natürlich mehr her. 20 Majortitel sprechen für sich, allein sechsmal krönte Federer sich zum "Tennis-König von Down Under". Der hat im Laufe seiner 22-jährigen Karriere alles gesehen! Letztmals triumphierte er 2018 und 2017 hier. Die Chancen auf seinen 21. Grand-Slam-Sieg werden mit steigendem Alter nicht grösser, der Eidgenosse zählt in Top-Form dennoch zum engsten Favoritenkreis, keine Frage.

Sandgren bei Grand Slams

Immerhin kennt die Nummer 100 der Weltrangliste die Bühne in Melbourne. 2018 brachte Sandgren das Kunststück zustande, sowohl hier in Melbourne im Einzel als auch bei den US Open im Doppel bis unter die besten acht Akteure vorzustossen. Ansonsten liest sich seine Major-Ausbeute mau: Bei zehn Anläufen im Einzelwettbewerb bei Grand Slams ereilte ihn sechsmal das frühe Aus in der 1. Runde.

Re-Cap: Federer

Allerdings musste auch Federer bereits zwei echte Bewährungsproben meistern: Nach souveränen Drei-Satz-Erfolgen über Krajinovic und Johnson zu Beginn schien plötzlich in Runde 3 gegen Lokalmatador Millman die Sensation nahe. Im entscheidenden Tie-Break im 5. Satz sah der Baselbieter beim Stand von 4:8 bereits in den Abgrund, konnte die drohende Blamage jedoch mit sechs Punktgewinnen in Serie doch noch abwenden (4:6, 7:6, 6:4, 4:6, 7:6). Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten stellte dann zuletzt der Ungar Fucsovics beim 4:6, 6:1, 6:2, 6:2 kein grosses Problem mehr dar.

Re-Cap: Sandgren

Der Überraschungsmann dieses Jahres startete mit einem glatten Auftakt-Sieg über den Qualifikanten Trungelliti ins Turnier, ehe Sandgren in der 2. Runde den an Acht gesetzten Italiener Matteo Berrettini mit 7:6, 6:4, 4:6, 2:6, 7:5 niederrang. Von diesem Erfolg beflügelt schaltete der Rechtshänder aus Tennessee im Anschluss auch Landsmann Querrey und in Fabio Fognini sogar die Nummer 12 der Setzliste (7:6, 7:5, 6:7, 6:4) aus.

Head-to-head

Zu einem direkten Aufeinandertreffen zwischen beiden Spielern kam es bislang auf der Profi-Tour nicht. Mit einem Augenzwinkern gab Federer im Vorfeld dieses Matches zu Protokoll: "Ich freue mich darauf, gegen ihn zu spielen. Ich habe in meinem Leben schon viel Tennis gespielt, aber noch nie gegen Tennys."

AO-Bilanz 2020

Im unteren Tableau der Setzliste pflügten Sandgren und Federer durch das anfangs noch 128 Teilnehmer starke Feld. Der Schweizer musste für den 15. Viertelfinal-Einzug seiner Karriere beim "Happy Slam" bislang ein bisschen weniger Arbeit als sein Widersacher investieren: Wie Sandgren benötigte der 38-jährige Altmeister bis hierhin 15 Sätze, musste sich dabei aber in zwei Tie-Breaks (Sandgren: 3) behaupten und stand insgesamt 9:07 Stunden auf dem Court. In dessen bisherigen vier Auftritten war sein zehn Jahre jüngerer Kontrahent in Summe hingegen 10:44 Stunden im Einsatz. Warten wir es ab, ob die Energiereserven heute eine Rolle spielen!

Fette Beute

Bei der insgesamt 108. Auflage des prestigeträchtigen Turniers im Melbourne Park werden über 50 Millionen US-Dollar an Preisgeldern ausgeschüttet, was eine Steigerung von 14 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Allein den Siegern in der Damen- und Herrenkonkurrenz im Einzel winken jeweils 2,8 Millionen Dollar Prämie. Für Motivation dürfte also gesorgt sein!

Qualität setzt sich durch

Mit Nadal, Djokovic, Thiem, Zverev, Wawrinka und eben Federer sind bei den Herren viele grossen Namen noch vertreten. Medvedev (Vierter der Setzliste), Tsitsipas (6.) und Berrettini (8.) sowie Bautista Agut (9.) und Monfils (10.) mussten hingegen bereits ihre Segel streichen. Die Viertelfinals komplettieren mit dem ungesetzten Sandgren und dem wiedererstarkten Routinier Raonic (32.) zwei Spieler, die man vor zwei Wochen nicht unbedingt auf dem Zettel hatte.

Die Spannung steigt

Die Runde der letzten Acht beim ersten Grand Slam des Tennis-Jahres steht auf dem Programm - und zahlreiche Spitzenspieler dürfen sich weiterhin Hoffnungen auf den Gewinn des Norman Brookes Challenge Cup (so der offizielle Titel der Herren-Trophäe) machen!

vor Beginn

Herzlich willkommen bei den Australian Open zur Viertelfinalpartie zwischen Tennys Sandgren und Roger Federer.

Roger Federer
© Getty Images
Roger Federer

Man hatte schon fast wieder ein Millman-artiges Spiel erwartet, als Marton Fucsovics im Match gegen Roger Federer den ersten Satz für sich entschieden hatte - aber als dem Maestro das erste Break in Durchgang zwei gelungen war, ging es schnell. Federer siegte in am Ende glatten vier Sätzen mit knapp über zwei Stunden Spielzeit, nachdem das Aufstehen dann doch etwas schwerer gefallen sei an den letzten beiden Tagen, wie er scherzte.

Apropos Alter: So lange wie er schon Tennis spielt, eines ist ihm noch nie untergekommen, wie er selbst konstatierte. "Ich habe noch nie gegen Tennys gespielt... obwohl ich schon lange Tennis spiele", unkte Federer in Richtung seines kommenden Gegners, der nach 2018 wieder mal ausgerechnet bei den Australian Open groß aufspielt und trotz einer Verletzung am linken Bein einen Weg zum Sieg gegen Fabio Fognini gefunden hatte./

Überhaupt, warum taucht Sandgren immer nur bei den Australian Open im Rampenlicht auf? "Ich frage mich schon, warum er nicht höher notiert ist", wunderte sich Federer. "Jedesmal, wenn ich ihn spielen sehe, habe ich das Gefühl, er spielt sehr gut." Er habe eine Menge in seinem Spiel, dass er es verdiene, höher platziert zu sein, so Federer weiter.

"Ich freue mich drauf, gegen ihn zu spielen. Ich habe ihn oft spielen sehen, aber nie gegen ihn gespielt." Das Match gegen Fognini habe er sich angeschaut, "weil es aufregend war, eng war und ich eh warten musste."

An Sandgren gefalle ihm, dass er sich gut bewege, "sehr explosiv". "Er hat auch einen guten ersten Aufschlag, kann kontern, aber auch attackieren. Er erinnert mich etwas an früher, als man das Transition-Game sehr schnell durchziehen konnte. Das habe ich bei ihm oft gesehen, meine ich."

Wann spielt Federer?

Das Match zwischen Roger Federer und Tennys Sandgren ist als drittes Match in der Nacht zum Dienstag angesetzt, allerdings nicht vor 4.30 Uhr. Im TV überträgt Eurosport, via Livestream seid ihr beim Eurosport Player gut aufgehoben - und im Liveticker bei uns!

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von Florian Goosmann / Red.

Dienstag
28.01.2020, 08:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 28.01.2020, 09:02 Uhr

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