Davis Cup: Knifflige Aufgabe für Thiem und Co. am Finaltag in Finnland

Österreich geht mit einem nicht ganz unerwarteten 1:1 in den finalen Samstag im Davis-Cup-Duell mit Finnland. Der Druck liegt nun zunächst auf dem Doppel Oliver Marach und Jürgen Melzer.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 14.09.2019, 07:32 Uhr

Sebastian Ofner und Dominic Thiem am Freitag in Espoo
© GEPA Pictures
Sebastian Ofner und Dominic Thiem am Freitag in Espoo

Vor ein paar Tagen in New York City hat Jürgen Melzer eines kategorisch ausgeschlossen: Dass er es sein würde, der ein viertes und also entscheidendes Einzel in der Davis-Cup-Begegnung gegen Finnland bestreiten würde. Melzer hat in Winston Salem überraschend in der Single-Qualifikation aufgeschlagen, die Zeichen seines Körpers aber dahingehend gedeutet, dass es Zeit ist, sich exklusiv dem Doppel zu widmen. Egal, was die Umstände verlangen.

Und wer weiß: Vielleicht kommt es gar nicht mehr zur Entscheidungspartie in Espoo, papierformgemäß gehen Oliver Marach und Jürgen Melzer in das Doppel (ab 13 Uhr live auf DAZN und in unserem Live-Ticker) und Dominic Thiem in sein Einzel mit Emil Ruusuvuori als Favoriten. Die Ausgangssituation ist nach den beiden Matches vom Freitag aber nicht so, dass der ÖTV sich schon nach Austragungsorten für die erste Runde in der Weltgruppe umschauen könnte.

Ruusuvuori freut sich auf Thiem

Dass Dennis Novak, der in den vergangenen Jahren im Davis Cup zum Teil herausragende Leistungen gezeigt hat, nicht antreten konnte, ist natürlich Pech. Wobei Ruusuvuori in den vergangenen Monaten gezeigt hat, dass er Spieler jenseits der Top 100 ziemlich konstant schlagen kann. Zuletzt beim ATP-Challenger in der Rafael Nadal Academy, wo der 20-jährige Finne reüssiert hatte. Da wird auch Dominic Thiem gewarnt sein, der sich das Match gegen Ruusuvuori eigentlich unter Trainingsbedingungen gewünscht hatte.

Der Hausherr freut sich auf die Begegnung mit der Nummer fünf der Welt: „Das wird das größte Spiel in meiner Karriere. Und ich werde sicher Spaß dabei haben.“

Novak am Samstag vielleicht dabei

Zunächst müssen aber Marach und Melzer, zuletzt Viertelfinalisten bei den US Open, vorlegen. Henri Kontinen ist eine bekannte Größe, Harri Heliovaara kennt die besondere Davis-Cup-Atmosphäre ebenfalls gut. Auch wenn sich die finnischen Zuschauer am ersten Tag von ihrer besten Seite gezeigt haben.

Patrik Niklas-Saminen hat gegen Dominic Thiem angedeutet, dass er an einem guten Tag und mit einem noch besseren Aufschlag in der unebenen Halle in Espoo sehr unangenehm spielen kann. Noch hat Österreichs Kapitän Stefan Koubek die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Novak am Samstag vielleicht doch einlaufen kann. Den Humor hat der Teamchef jedenfalls nicht verloren: „Die Ältesten sind bei uns die Fittesten“, erklärte Koubek in der Pressekonferenz nach dem ausgeglichenen Freitag.

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von Jens Huiber

Samstag
14.09.2019, 08:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 14.09.2019, 07:32 Uhr

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