Djokovic und der 25. Major-Titel: Die Hoffnungen schwinden - auch bei Wegbegleitern
Novak Djokovic möchte gerne noch den Traum vom 25. Grand-Slam-Titel verwirklichen. Doch bei immer mehr ehemaligen Wegbegleitern und Experten schwinden die Hoffnungen auf den historischen Triumph.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
14.07.2026, 22:05 Uhr

Als Novak Djokovic am letzten Freitag nach der Niederlage im Wimbledon-Halbfinale als Verlierer den Centre Court verließ, war Jannik Sinner erneut eine Nummer zu groß für den langjährigen Weltranglistenersten. Die Gedanken des Serben lassen sich nur erahnen, auch wenn in der anschließenden Pressekonferenz eher die positiven Töne überwogen und Djokovic eine Teilnahme im kommenden Jahr ankündigte.
Dass die Chancen mit zwölf Monaten mehr Tennis in den Knochen im Jahr 2027 auf dem grünen Rasen von Wimbledon ähnlich groß sind wie in diesem Jahr, schwer vorstellbar. Die kommenden US Open wirken nun wie der letzte Schuss, den Djokovic besitzt. Doch auch die Stimmen aus der Tennisszene mehren sich, die Novak Djokovic nicht mehr mit einer Grand-Slam-Trophäe in der Hand sehen.
Siege gegen Sinner und Alcaraz immer unwahrscheinlicher
Der ehemalige Profi Steve Johnson hält diese Vorstellung gar für “unmöglich.” Der US-Amerikaner sieht vor allem das Problem in der Herausforderung zwei Topspieler am Ende eines Turnier schlagen zu müssen. Laut Johnson ist der “Djoker” immer noch für einen Sieg gegen einen Sinner oder Alcaraz gut. Doch beide Spieler hintereinander zu schlagen ist für den Serben, zumindest in der Gedankenwelt von Steve Johnson, ausgeschlossen.
So passierte es beispielsweise zu Beginn des Jahres, als ein ausgeruhter Novak Djokovic nach viel Glück mit Aufgaben der Gegner auf Jannik Sinner traf. Djokovic siegte im Halbfinale gegen den Südtiroler in fünf Sätzen, unterlag im Endspiel gegen Alcaraz dann aber klar in vier Sätzen.
Auch Greg Rusedki,1997 im US-Open-Finale und seit dem Karriereende als TV-Experte eine starke Stimme, sah die letzte Chance auf einen Major-Triumph von Djokovic mit diesem Wimbledon-Turnier. Vom Mindset her traut der Brite dem 39-Jährigen weiterhin viel zu, doch die körperliche Komponente sieht auch Rusedki als entscheidenen Faktor. Vor allem gegen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz.
