DTB-Heimspiel in Düsseldorf: Die Halle ist der sechste Mann
Das deutsche Davis-Cup-Team setzte am Freitag mit der 2:0-Führung ein deutliches Zeichen. Auch wenn es sportlich relativ rund für Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff lief, erwies sich das Düsseldorfer Castello als stimmungsvolle Arena im kompakten Format.
von Daniel Hofmann aus Düsseldorf
zuletzt bearbeitet:
07.02.2026, 07:52 Uhr

Im Düsseldorfer Castello spielt das deutsche Davis-Cup-Team an diesem Wochenende gegen Peru in der ersten Runde der Davis-Cup-Qualifiers. Die Wahl des richtigen Spielortes ist dabei für den Verband gar nicht so einfach. Größe und Rahmenbedingen müssen gleichermaßen stimmen. Mit der Mehrzweckhalle im Stadtteil Reisholz haben die Verantwortlichen ein gutes Händchen bewiesen.
Das empfinden auch die von Michael Kohlmann fünf nominerten Spieler so, wie Yannick Hanfmann nach seinem Sieg gegen Gonzalo Bueno bestätigt: „Die Halle ist sehr kompakt und steil, das sorgt für gute Stimmung. Für dieses Event ist das perfekt.“ Der Karlsruher spielte erstmals bei einem Heimspiel für das Team von Kapitän Michael Kohlmann und wurde bei seiner starken Leistung von den 3000 Zuschauern gefeiert, das zwischen jedem Punkt von den beiden übereinanderliegenden Rängen für Lärm sorgte.
Struff freut sich über zahlreiche junge Fans
Das galt auch für Jan-Lennard Struff, der im zweiten Duell gegen Juan Pablo Varillas ebenfalls einen guten Start erwischte und sich in den engen Situationen auf die weiterhin lautstarke Unterstützung der Fans verlassen konnte. „Das Publikum war von Beginn an voll da“, resümierte ein sichtlich zufriedener Struff nach dem Match.
Der 35-Jährige, der unweit von Düsseldorf aus dem Sauerland stammt, zeigte sich vor allem vom regen Zuspruch der jungen Fans angetan: „Es waren sehr viele Kinder in der Halle. Das freut mich sehr. Ich war früher als Kind auch beim Davis Cup und habe Autogramme gesammelt.“
Bereits 2020 spielte die DTB-Auswahl ein Erstrundenduell im Düsseldorfer Castello. Der damalige Erfolg gegen Belarus war zu der Zeit eines der letzten Großevents in Deutschland. Anschließend folgten Lockdown und Pandemie. Ansteckend ist in diesem Jahr zum Glück nur die Stimmung in der rechteckigen Arena.
