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French Open 2021: Kann Kevin Krawietz zum dritten Mal hintereinander zuschlagen?

Und welche Chancen hat eigentlich der zweite noch im Doppel-Wettbewerb verbliebene Deutsche Tim Pütz?

von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet: 05.06.2021, 23:06 Uhr

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Kann Kevin Krawietz zum dritten Mal hintereinander zuschlagen?
© Getty Images
Kann Kevin Krawietz zum dritten Mal hintereinander zuschlagen?

Vor zwei Jahren war es noch eine waschechte Sensation und in der letztjährigen Corona-Saison eigentlich auch nicht unbedingt zu erwarten: Kevin Krawietz und sein Partner Andreas Mies trugen sich zur Überraschung vieler Experten und Fans gleich zweimal hintereinander in die Siegeslisten der French Open ein. Das deutsche Team sicherte sich den Pokal 2019 mit einem Zweisatz-Erfolg im Endspiel gegen die Hausherren Jérémy Chardy/Fabrice Martin und 2020 ebenfalls mit einem Sieg in zwei Durchgängen gegen die kroatisch-brasilianische Paarung Mate Pavic/Bruno Soares.

Und auch in der diesjährigen Ausgabe des Pariser Grand-Slam-Turniers ist Krawietz noch im Wettbewerb, steht nach einem spannenden 6:3,-3:6,-6:3-Schlagabtausch mit dem an sieben gesetzten Gespann Jamie Murray (Großbritannien) und Bruno Soares (Brasilien) bereits erneut im Viertelfinale. Größte Änderung zu den beiden Jahren zuvor ist augenscheinlich der neue Partner an Krawietz‘ Seite: Horia Tecau. Gemeinsam mit dem Rumänen ist der Oberfranke im Stade Roland Garros an Position neun gesetzt. Andreas Mies muss, wie berichtet, nach seiner Knie-Operation im Februar weiter pausieren und wird auch beim großen Saison-Highlight den Olympischen Spielen in Tokio nicht mit von der Partie sein.

Vorgezogenes Finale?

Rein nach der Statistik ist die Auseinandersetzung die nun in der Runde der letzten acht Paarungen auf Krawietz/Tecau wartet ein vorgezogenes Endspiel, geht es doch mit Juan Sebastian Cabal und Robert Farah (beide Kolumbien) gegen die aktuell Weltranglisten-Zweiten. In der laufenden Saison setzte es für die deutsch-rumänische Paarung im Endspiel des ATP-World-Tour-500-Turniers in Barcelona – ebenfalls auf Sand ausgetragen – eine empfindlich klare 4:6,-2:6-Niederlage. Aber mit dem Selbstvertrauen eines zweifachen Triumphs bei den französischen offenen Meisterschaften ist eine Revanche nicht unrealistisch. Wo wenn nicht in der Stadt der Liebe kann Krawietz gegen jede Gegnerpaarung mit breiter Brust antreten.

Ebenfalls noch mit von der Partie ist Tim Pütz: Der im Doppel an Weltranglisten-Position 38 Geführte steht an der Seite seines für das Fürstentum Monaco antretenden Partners Hugo Nys im Achtelfinale und spielt heute in der letzten Partie auf dem Court Simonne-Mathieu gegen Romain Arneodo (ebenfalls Monaco) und Benoit Paire (Frankreich). Die Chancen für einen Aufstieg ins Viertelfinale stehen nicht schlecht: Nicht nur sind Pütz und Nys in der Doppel-Rangliste deutlich höher eingestuft als ihre Herausforderer, auch ihre Leistungen in den letzten Wochen dürfen sich mehr als sehen lassen.

So haben der Hesse und der 30-jährige Monegasse im Wonnemonat Mai gleich zwei Turniersiege auf Sand eingesammelt. Beide Erfolge in Estoril und Lyon erzielten die Arbeitkollegen mit Finalsiegen im Champions-Tiebreak gegen die britische Paarung Luke Bambridge / Dominic Inglot beziehungsweise gegen die Franzosen Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut. Das ein etwaiger Entscheidungssatz im Doppelwettbewerb der French Open als ganz normaler Durchgang ausgespielt wird, ist deshalb jedoch nicht zwangsläufig ein Nachteil. Bei einem Matcherfolg für Pütz/Nys würden im Viertelfinale die beiden Kasachen Alexander Bublik und Andrey Golubev warten - mit Verlaub auch keine unlösbare Aufgabe.

Hier das Doppel-Tableau in Paris

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zuletzt bearbeitet: 05.06.2021, 23:06 Uhr