French Open 2026: Nun winkt Mirra Andreeva sogar die Nummer eins
Mirra Andreeva hat am Samstag ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt. Und sich damit in die Pole Position im Rennen um die Nummer eins gebracht.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
06.06.2026, 20:24 Uhr

“Ich mag die Aufmerksamkeit." Das Rampenlicht hat Mirra Andreeva in ihrer jungen Karriere selten gescheut - und also überraschte auch diese Aussage der 19-Jährigen in der Pressekonferenz nach ihrem ersten Grand-Slam-Triumph nicht wirklich. Spätestens durch den Titelgewinn in Roland-Garros hat sich das Leben der Teenagerin für immer verändert. Doch man gewann am Samstag nicht den Eindruck, dass sich Andreeva daran stört. Im Gegenteil.
Wie bereits aus der Vergangenheit gewöhnt, dankte sich Andreeva nach dem größten Triumph ihrer Karriere erstmal selbst. “Du machst die Arbeit, du fühlst die Nerven”, begründete die Russin ihre etwas ungewöhnlichen Siegesreden. Anfangs habe sie das nur spaßhalber gemacht, “aber ich habe nach einiger Zeit realisiert, dass es tatsächlich sehr wichtig ist, sich selbst zu danken”.
Andreeva und die Sucht
Einen großen Anteil am Erfolg hatte freilich auch Trainerin Conchita Martinez, die bereits seit 2024 an Andreevas Seite ist. “Wir haben so viel Arbeit auf und neben dem Platz verrichtet. Wir haben so viele gute, aber auch einige schlechte Momente erlebt - vor allem am Ende des vergangenen Jahres”, sagte die 19-Jährige. “Es ist sehr besonders, meine erste Grand-Slam-Trophäe mit ihr zu teilen.”
Geht es nach Andreeva, soll Paris in puncto Major-Trophäen erst der Anfang gewesen sein. “Ich denke, dass dieses Gefühl ein wenig süchtig machend ist. Ich werde mein Bestes geben, um das alles ein zweites Mal zu erleben”, richtete die Russin, die Sensationsfrau Maja Chwalinska im Finale keine Chance gelassen hatte, den Blick bereits gen Wimbledon. “Ich denke schon daran, wie ich mich auf die Rasensaison vorbereiten soll.”
Andreeva führt im Race
In den kommenden Wochen kann Andreeva dabei auch den Grundstein für den Angriff auf Weltranglistenposition eins legen. Durch den Triumph am Bois de Boulogne verbesserte sich die 19-Jährige im Ranking vorerst auf Platz sechs - doch auch in dieser Hinsicht ist das Ende der Fahnenstange wohl noch lange nicht erreicht.
Im Live-Race liegt Andreeva vor Aryna Sabalenka nämlich bereits auf Rang eins. Während die 19-Jährige in der laufenden Saison inklusive Roland-Garros bereits 4928 Punkte sammelte, waren es bei der Weltranglistenersten 4510. Auf Position drei rangiert Australian-Open-Champion Elena Rybakina (4388).
Das Einzel-Tableau in Roland Garros
