Grand-Slam-Jagd: Novak Djokovic hat einen Zwei-Stufen-Plan

Novak Djokovic musste zuletzt einen Rückschlag um seine Jagd nach den meisten Grand-Slam-Titeln im Herrentennis hinnehmen. Der Plan zur Rekordjagd steht indes nach wie vor.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 13.10.2020, 13:12 Uhr

Novak Djokovic möchte erst ganz spät die Reißleine ziehen
© Getty Images
Novak Djokovic

Es hatte wunderbar begonnen für Novak Djokovic, das Jahr 2020, mit dem umkämpften Fünf-Satz-Sieg im Australian-Open-Finale über Dominic Thiem. Für Djokovic bedeutete dies seinen 17. Grand-Slam-Titel auf der Verfolgung von Roger Federer (20) und Rafael Nadal (damals 19, jetzt auch 20).

Zumal der "Djoker" auch bei den US Open als klarer Favorit ins Rennen ging, noch dazu ohne die direkte Konkurrenz (Federer und Nadal waren nicht dabei). Dann aber kamen: ein unachtsam weggeschlagener Ball sowie eine Disqualifikation - und in Paris nun ein Finalgegner mit Rafael Nadal, den selbst arktische Temperaturen und Bälle aus Blei am Sonntag wohl nicht aufgehalten hätten.

Dem Optimismus des Weltranglisten-Ersten tat dies jedoch keinen Abbruch. Ob es nun zu spät sei? Wenn dem so wäre, hätte er seine Karriere noch heute beendet, so Djokovic. Aber solange er noch Energie in den Beinen und die Liebe für den Sport habe, werde er weitermachen. "Ich habe da ein dickes Fell entwickelt", erklärte der 33-Jährige.

Er selbst, Nadal und vor allem Federer seien immer wieder abgeschrieben, von Leute in den Ruhestand geschickt worden. "Aber wir kommen immer wieder zurück und beweisen, dass wir die Weltbesten sind, trotz den ganzen Drucks."

Djokovic: Erst die Nummer-1-Wochen, dann den Grand-Slam-Rekord

Seine Ziele seien entsprechend gleich geblieben: nämlich die historische Zeit als Nummer 1 und die meisten Grand-Slam-Titel zu gewinnen.

In Sachen Nummer 1 liegt Djokovic (290 Wochen) mittlerweile nur noch 20 Wochen hinter Federer (310 Wochen) und könnte diesen am 8. März 2021 ablösen. Zumal er mit dem ATP-Turnier in Wien ein "neues" Turnier zum Punktesammeln in seinen Terminplan aufgenommen hat.

"Wenn ich Ersteres erreicht habe, was ich im kommenden Jahr erhoffe, wird mein Fokus noch mehr auf die Grand-Slam-Turniere ausgerichtet sein, was den Ansatz, meine Energie und den Zeitplan angeht", so Djokovic. 

Gut möglich also, dass der Serbe seine Turnierteilnahmen ab dem kommenden Jahr also reduziert, um sich völlig fit auf die Majors zu stürzen.

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von Florian Goosmann

Dienstag
13.10.2020, 13:23 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.10.2020, 13:12 Uhr

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