Herwig Straka: „US Open wollen mit aller Gewalt ihr Turnier durchbringen“

Wie geht‘s weiter auf der inernationalen Tennis-Tour? Herwig Straka hat sich zu den Entscheidungsvorgängen der ATP geäußert.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 20.05.2020, 15:19 Uhr

Herwig Straka hat in New York viel zu tun
Herwig Straka

Seit der vergangenen Woche ist klar: Bis Ende Juli ist die ATP-Tour stillgelegt, aber wie plant man danach? Eigentlich habe man bald schon weitreichender entscheiden wollen, erklärte Herwig Straka, Mitglied des ATP-Boards und Manager von Dominic Thiem, im Gespräch mit Sky. Also Anfang Juni den nächsten Schritt setzen und den August besprechen./

„Aktuell ist es aber so, dass die US Open mit aller Gewalt ihr Turnier durchbringen wollen. Und daher auch möglichst lange noch warten wollen mit der Entscheidung. Daher werden wir uns dranhängen und erst Mitte Juni Bescheid wissen, was den August betrifft“, sagte Straka. „Das hätte einen Vorlauf von zehn Wochen für die Freiluftturniere. Da wissen wir, das ist okay.“

Denn außer Tennis findet in klassischen Tennisstadien nicht viel statt. Etwas schwieriger würde es dann im Herbst, wo man in (gerne mal belegten) Hallen spiele und entsprechend längere Vorlaufzeiten brauche.

„Gesundheit geht vor“

In Amerika selbst erwartet Straka – außer den US Open – keine große Tour. „Die Gesundheit der Spieler, der Publikums, der gesamten Tour – das geht vor.“

Neben den US Open wolle auch Cincinnati unbedingt spielen. Aufgrund der aktuellen Einreise- und Quarantänebestimmungen müssten die Spieler jedoch schon zwei Wochen zuvor in den USA weilen. „Und wenn man Realist ist, muss man sagen: Dass ein Spieler fünf, sechs Wochen in Amerika bleibt, nur damit er ein, zwei Turniere spielen kann, dann ist das nicht so wahrscheinlich.“ So schön und weltumgreifend der Tennissport sei – in diesem Falle sei genau das ein Nachteil.

Was ist mit Wien? „Ich bin Optimist“

Für „sein“ Turnier im Herbst in Wien würden ebenfalls verschiedene Szenarien überlegt, sagte Straka. Wie jenes, nach dem jeder zweite Zuschauerplatz freibleibe. „Ein Konzept mit reduzierter Zuschauerzahl ist meine größte Hoffnung zurzeit“, so der Turnierchef der Erste Bank Open. Was das finanziell bedeute, wisse man aber noch nicht. Denn die Zuschauereinnahmen seien eine enorme Einnahmequelle für das Turnier. Aber, so Straka: „Wir werden alles daran setzten. Es sind noch fünf Monate bis dahin, ich bin Optimist.“

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von Florian Goosmann

Mittwoch
20.05.2020, 14:31 Uhr
zuletzt bearbeitet: 20.05.2020, 15:19 Uhr