Jannik Sinner nach Zweitrundenerfolg: "Happy" über nur drei Sätze
Mit seinem Dreisatzerfolg gegen Nuno Borges zeigte sich Jannik Sinner zufrieden mit dem klaren Matchverlauf. Spielerisch ist aber noch Luft nach oben, wie der Südtiroler verriet.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
01.07.2026, 23:06 Uhr

“Ich bin happy, denn ich konnte das Match in drei Sätzen beenden”, sagte Jannik Sinner nach seinem Sieg gegen Nuno Borges in der zweiten Runde von Wimbledon am Mittwochnachmittag im On-Court-Interview. Verständlich, war der Sieg mit zwei Tiebreaks doch hart erarbeitet. Im zweiten Satz lief der Weltranglistenerste zwischenzeitlich sogar einem Break hinterher.
Der zweite Auftritt des Titelverteidigers hat gezeigt, dass Jannik Sinner weit weg ist von seinem besten Rasenspiel. Bei Sinner kommen die Schläge nicht so leicht aus dem Handgelenk, wie es der Branchenprimus sonst schon demonstriert hat. “Es gibt noch viel zu verbessern”, fügte Sinner zu seinen bisher gezeigten Auftritten an. Und verriet zudem, dass er selbst noch nicht ganz sicher sei, wo er in dieser Wimbledonauflage aktuell stehen würde.
Immerhin machte der Zehnagel keine Probleme, sodass mit weiteren blutigen Geschichten aus dem Hause Sinner vorerst nicht zu rechnen ist, wie sie noch nach dem ersten Turnier-Auftritt am Montag kursierten. Auch die grundsätzliche Frage nach der Fitness scheint in den ersten Tagen in Wimbledon kein Thema zu sein. Das moderatere Wetter in London hilft da sicherlich.
Brooksby in Runde drei ein Stolperstein?
Ob in der dritten Runde Jenson Brooksby weitere Erkenntnisse über die offenen Fragen liefern wird, bleibt abzuwarten. Der US-Boy hat immerhin selbst ein passables Rasenspiel vorzuweisen, wie zwei Finalteilnahmen auf dem grünen Geläuf aufzeigen. In Wimbledon ging es bisher für den 25-Jährigen noch nicht weiter als bis in Runde drei. Allerdings schlug Brooksby zuvor auch erst bei zwei Ausgaben an der Church Road auf.
Aktuell sieht alles danach aus, dass die Akte “Fragezeichen um Jannik Sinner” erst in der zweiten Turnierwoche mit echten Antworten befüllt werden kann. Je nach Turnierverlauf vielleicht sogar erst in einem möglichen Endspiel. Denn die Auslosung meinte es gut mit dem Italiener, der sich auch in den kommenden Tagen über das ein oder andere Dreisatzmatch freuen könnte.
Hier das Einzel-Tableau der Männer
