John Isner zu Zverev-Aussagen nach Aus in Montreal: "Finde es seltsam"

Mit Alexander Zverev hat sich beim ATP Masters in Montreal früh der topgesetzte Spieler verabschiedet. Andere Topstars bleiben dem Event komplett fern. Ex-Profi John Isner befürchtet, dass die besten Spieler der Welt den US-Hardcourtswing nicht mit der gebotenen Ernsthaftigkeit angehen.

von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet: 13.08.2026, 09:43 Uhr

Alexander Zverev schied in Montreal früh aus dem Turnier aus.
© Getty Images
Alexander Zverev schied in Montreal früh aus dem Turnier aus.

Das frühe Aus von Alexander Zverev beim ATP Masters in Montreal war überraschend. Gegen Tallon Griekspoor verlor der topgesetzte Spieler des Turniers nach drei Sätzen. Zverev beschrieb das von ihm gebotene Match nach der Niederlage als sein "schlechtestes Spiel der Saison". Der ehemalige Top-Ten-Spieler John Isner sieht in diesen Statements jedoch keine ehrliche Analyse, sondern erkennt viel mehr eine Lustlosigkeit der Topspieler auf das Turnier in Kanada.

Isner bezeichnet die Aussagen von Alexander Zverev nach dem frühen Ausscheiden als "seltsam" und führt seine These weiter aus: "Es scheint so, als würden die Topspieler ihr Ausscheiden in Montreal achselzuckend hinnehmen und sich lieber auf Cincinnati und die US Open konzentrieren."

Isner befeuert Diskussion um Sinner, Alcaraz und co.

Damit befeuert Isner eine aktuelle Diskussion, die sich in den letzten Tagen nach den Absagen vieler Topstars entwickelt hat. Durch das Fehlen von Jannik Sinner, Carlos Alcaraz und auch Novak Djokovic waren viele Spieler aus der Weltspitze nicht beim Masters in Kanada anwesend. Das frühe Aus von Alexander Zverev legte dann den Grundstein dafür, dass viele Spieler in Montreal nun ihr bestes Masters-Ergebnis der Karriere feiern können.

Auch in Cincinnati wird die Zuschauer ein ähnliches Bild erwarten. Jannik Sinner und Carlos Alcaraz haben ihre Teilnahme verletzungsbedingt abgesagt. Die Topspieler klagen immer wieder über die zunehmende Belastung, daher ist es nicht verwunderlich, dass sich diese auch eigene Pausen nehmen, wo eigentlich im Tourkalender keine Unterbrechungen vorgesehen sind.

Der absolute Fokus bei den bekannten Namen liegt natürlich auf den US Open. Um dort fit aufzuspielen, wird dann ein Verzicht bei einem Masters selbstverständlich vorgezogen. Auch wenn dafür die Spielpraxis vor dem großen Event fehlt. Dieses Dilemma wird auf Dauer kaum zu lösen sein.

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Donnerstag
13.08.2026, 11:43 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.08.2026, 09:43 Uhr

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