John McEnroe glaubt an Zverev als Nummer eins - Noch in diesem Jahr!

Nach seinem Grand-Slam-Titel in New York fanden John und Patrick McEnroe viele lobenden Worte für Alexander Zverev. John McEnroe sieht den nun zweifachen Major-Champion am Ende des Jahres sogar als Nummer eins im Ranking.

von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet: 15.09.2026, 00:07 Uhr

Beim Laver Cup trafen John McEnroe und Alexander Zverev in verschiedenen Teams aufeinander. McEnroe coachte viele Jahre das "Team World"
© Getty Images
Beim Laver Cup trafen John McEnroe und Alexander Zverev in verschiedenen Teams aufeinander. McEnroe coachte viele Jahre das "Team World"

Mit dem Titel bei den US Open hat Alexander Zverev der Tenniswelt bewiesen, dass trotz aller gesundheitlichen Herausforderungen ein echter Champion in ihm steckt. Sehr angetan von den gezeigten Leistungen des 29-Jährigen war auch John McEnroe, der gemeinsam mit Bruder Patrick das Endspiel für den amerikanischen TV-Sender ESPN begleitete. Die Geschwister überhäuften den Deutschen mit viel Lob.

Patrick McEnroe bezeichnet Alexander Zverev als “einen der härtesten Arbeiter auf der Tour” und lobte den nun zweimaligen Grand-Slam-Champion für den “mentalen Switch” der letzten Monate. “Er hat sehr hart auf und neben dem Court gearbeitet. Man vergisst schnell, wie viele Jahre Arbeit das kostet.” Zverev musste in den letzten Jahren stets Widerstand leisten, wenn die Kritik an seinem Spielstil oder der angeblich fehlenden mentalen Festigkeit aufkam. Diese dürfte seit Sonntag nun endgültig verstummen.

John McEnroe wagt mutige Prognose

John McEnroe, neben Bruder Patrick ja immer schon für die lauteren Töne zuständig, setzte in der Euphorie über den zweiten Grand-Slam-Titel noch einen drauf und wagte direkt eine mutige Prognose: “Er wird das Jahr als Nummer eins der Welt beenden!” Die Chance für Alexander ist durchaus möglich, doch dafür müsste der Herbst schon nahezu perfekt laufen.

Denn der Vorsprung von Jannik Sinner in der ATP Weltrangliste beträgt nach den US Open immer noch über 1800 Punkte. Und der Südtiroler will ja bekanntlich beim ATP 500er-Turnier in Peking zurückkehren und damit sicherlich auch den einen oder anderen Punkt gewinnen bzw. besser gesagt verteidigen. Denn die zu verteidigende Punktzahl liegt mit den letzjärhigen Titeln in Peking, beim ATP Masters in Paris und bei den ATP Finals schon bei mindestens 3000 Punkten.

Jannik Sinner hat viele Punkte zu verteidigen

Alexander Zverev hat im letzten Jahr nach den US Open 1080 Punkte mit allen Turnierteilnahmen gesammelt. Die Differenz ist also größer als der aktuelle Unterschied im ATP-Ranking. Das ist eine gute Ausgangspostion, denn Alexander Zverev kann nun eigentlich nur hinzugewinnen. Der größte Punkteanteil stammt dabei aus der Finalteilnahme beim 500er-Event in der Wiener Stadthalle.

Trotzdem ist die Prognose von John McEnroe durchaus gewagt. Denn auch wenn Alexander Zverev Punkte hinzugewinnen kann und Jannik Sinner fast nur Punkte verteidigen muss, so dürfte ein gut genesener Italiener direkt wieder um die Titel bei den bevorstehenden Events mitspielen. Viele Punktverluste sind beim Branchenprimus nicht zu erwarten. Alexander Zverev müsste sich die Nummer eins also sprichwörtlich erarbeiten. Doch das liegt dem Deutschen ja bekanntlich.Und das ist auch im Hause McEnroe bekannt.

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Dienstag
15.09.2026, 08:00 Uhr
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