Nach Tatjana Maria: Auch Dan Evans sauer auf Queen's
Dan Evans, langjähriger Spitzenspieler aus Großbritannien, tritt Ende des Jahres zurück. Und hätte sich eben deshalb über eine Wildcard für das Rasenturnier in Queen's gefreut.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
16.06.2026, 09:04 Uhr

Der ehemalige Weltranglisten-21. mit dem feinen Rückhand-Slice hat seinen Abschied zum Ende der laufenden Saison angekündigt. Der 36-Jährige steht nach Verletzungsproblemen aktuell nur noch auf Rang 244 im ATP-Ranking - zu wenig, um direkt in die Hauptfelder der ATP-Turniere zu kommen.
Umso mehr hatte der Brite auf eine Wildcard für das aktuell laufende Turnier in Queen's gehofft - vergeblich. „Ich finde, Wildcards sind eine gute Sache für Briten. Man hofft natürlich, lange genug für sein Land gespielt zu haben, um vielleicht bei seinem letzten Turnier in Queen’s eine zu bekommen, aber so ist es nun mal nicht gelaufen", sagt er enttäuscht. In diesem Jahr habe die Turnierleitung die Wildcards an jüngere Spieler verteilt, “und das ist ihr gutes Recht”, räumte er aber ein.
Dennoch wäre es eine “Geste mit großer Klasse” gewesen, ihm eine Wildcard zu vermachen. Zumal ein Start im Hauptfeld ihm ein paar Tage mehr Vorbereitung gegeben hätten. So startete Evans in der Quali - und verlor direkt.
Queen's macht damit bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage mit seiner Wildcard-Politik von sich reden. Beim Frauenturnier, das in der vergangenen Woche lief, hatte man davon abgesehen, Titelverteidigerin Tatjana Maria mit einer Wildcard zu bedenken. Die Deutsche war indes erfolgreich in der Qualifikation und verlor erst nach hartem Kampf gegen Elena Rybakina im Achtelfinale.
