Warum Jannik Sinner wohl bis Wimbledon die Nummer 1 bleibt

Carlos Alcaraz musste die Nummer 1 in diese Woche an Jannik Sinner abgeben. Mit einem Turniersieg beim Heimturnier in Barcelona hätte Alcaraz sie sich zurückholen können - daraus wird aber nichts. Für die kommenden Wochen spricht mehr für den Italiener.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 18.04.2026, 08:25 Uhr

© Getty Images

Carlos Alcaraz und Jannik Sinner liegen, was die Weltranglistenpunkte angeht, aktuell eng beieinander. Auf kurze Sicht aber hat der Italiener die besseren Chancen, die Nummer 1 zu bleiben.

In dieser Woche hatte Sinner sich die Führung zurückerobert, zuletzt war er in der Woche vom 3. November der Weltranglisten-Erste. Der Grund: Sinner hat Monte-Carlo gewonnen - gegen Alcaraz. Im Fußball hätte man von einem Sechs-Punkte-Spiel gesprochen. Die Führung ist äußerst knapp: Sinner hat aktuell 13.350 Zähler auf dem Konto, Alcaraz 13.240. Der Rückstand also: lächerliche 110 Punkte. 

Die Chance für “Carlitos” zur Rückeroberung hätte sich nun beim 500er-Turnier in Barcelona geboten. Hier allerdings hätte er zwingend den Titel benötigt. Mit seinem verletzungsbedingten Rückzug hat sich das nun erledigt. Im Gegenteil: Alcaraz wird 280 Punkte verlieren (im Vorjahr hatte er das Finale erreicht), in der kommenden Woche also nur 12.960 Punkte auf dem Konto haben. 

Nummer-1-Rennen: Jannik Sinner in den kommenden Wochen im Vorteil

Ob sich in den kommenden Wochen noch Chancen auftun, Sinner zu überholen? Eher unwahrscheinlich. In Madrid hat zwar keiner der beiden Punkte zu verteidigen (Alcaraz verlor 2025 zum Auftakt, Sinner durfte aufgrund seiner Dopingsperre gar nicht antreten), Alcaraz hat nun aber eine Teilnahme abgesagt. Auch danach kann er fast nur verlieren: Durch seine Vorjahressiege in Rom und bei den French Open hat er 3.000 Punkte zu verteidigen, Sinner nur 1.950 - er hatte sowohl in Rom, als auch in Paris gegen Alcaraz im Endspiel verloren. Sollte Sinner also nicht bei beiden Events früh ausscheiden, wird er bis zur Rasensaison die Nummer 1 bleiben. 

Djokovic mit 428 Wochen an der Spitze

Das Gesamtrennen um die meisten Wochen an der Weltranglistenspitze ist übrigens ebenso knapp wie die aktuelle Lage an der Spitze: Hier hat es Sinner bislang auf 67 Wochen gebracht, Alcaraz auf 66. Sinner ist damit die Nummer 12 im Allzeit-Rennen, Alcaraz die 13. Der Führende natürlich: Novak Djokovic mit absurden 428 Wochen an der Sonne. 

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Samstag
18.04.2026, 08:06 Uhr
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