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Onkel Toni spricht Klartext: Zverev hält Sinner fälschlicherweise für unschlagbar

Nach Alexander Zverevs aufsehenerregender Finalniederlage in Madrid gegen Jannik Sinner stellt Toni Nadal Zverevs Mindset öffentlich infrage.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 05.05.2026, 20:03 Uhr

Nach seiner Niederlage in Madrid wollte Sascha Zverev am liebsten nichts mehr hören
© Getty Images
Nach seiner Niederlage in Madrid wollte Sascha Zverev am liebsten nichts mehr hören

Das Endspiel am vergangenen Sonntag beim Masters in Madrid war schnell entschieden: Jannik Sinner rauschte zu einem klaren 6:1, 6:2, ohne Alexander Zverev auch nur den Hauch einer Chance zu lassen. Was als Topduell der Nummer eins und drei der Welt angekündigt worden war, blieb am Ende eine einseitige Angelegenheit ohne echte Spannung.

Toni Nadal: “Er glaubt, Sinner sei unschlagbar”

Nun hat sich der Onkel und Ex-Coach von Sandplatzkönig Rafael Nadal, Toni Nadal, zu Wort gemeldet. Seiner Meinung nach liegt das Problem nicht nur in Zverevs Spiel, sondern vor allem auch in seinem Kopf. “Offensichtlich hat Zverev ein mentales Muster entwickelt, das ihn gegen Sinner lähmt. Schon öfter hat er nämlich in Interviews zugegeben, er spiele lieber gegen Alcaraz als gegen Sinner. Das ist doch absurd! Denn ich sehe nicht, dass Alcaraz in irgendeiner Weise Sinner unterlegen sei."

Sinner in anderer Sphäre

Auch Andy Roddick ordnet Sinners Dominanz ähnlich ein. Der Italiener sei derzeit zweifellos in einer anderen Liga unterwegs als Zverev, aber Alcaraz so einfach auf eine Ebene mit sich selbst zu stellen, zeuge schon von Zverevs verzerrter Wahrnehmung. Schließlich dürfe man Alcaraz nicht abschreiben, nur weil er grade verletzt sei. Man dürfe nicht vergessen, dass Alcaraz Anfang des Jahres noch seinen siebten Grand-Slam-Titel und zugleich den Career Slam eingefahren habe.

Sinners Rekorde

Was Roddick Sinner im Vergleich zu Alcaraz allerdings zugute hält, sind seine Masters-Erfolge. “Das ist schon echt verrückt”, gibt Roddick zu. “Sinner hat Historisches geleistet, indem er fünf Masters-Siege in Folge eingefahren hat. Djokovic hat einmal drei, Nadal vier in Folge geschafft. Und da dachte man schon, da geht nichts mehr drüber.”

Zverev wird also zuerst mal mit sich selbst ins Reine kommen müssen, um den Abstand zur Spitze (zumindest im Kopf) nicht zu verlieren.

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von Isabella Walser-Bürgler

Mittwoch
06.05.2026, 07:59 Uhr
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