Roger Federer: Andrea Gaudenzi ist nicht böse auf ihn

ATP-Boss Andrea Gaudenzi lässt Roger Federer freie Hand.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 09.04.2020, 16:15 Uhr

Roger Federers Fans hatten es eilig
© Getty Images
Roger Federer

Die Absage von Roger Federer für den ATP Cup zu Beginn des Jahres kam überraschend. Hieß es nicht im Vorfeld, dass Federer beim neuen Team-Event der ATP teilnehmen müsse - im Gegenzug dafür, dass "sein" Laver Cup in den offiziellen ATP-Terminkalender aufgenommen worden war?/

Federer begründete seine Absage schweren Herzens mit dem Bedürfnis nach einer Auszeit und Erholung von den Strapazen von der Vorsaison. Wirklich böse schien jedoch niemand zu sein auf den Maestro, zumindest öffentlich - angebliche Vereinbarung hin oder her.

Für ATP-Boss Andrea Gaudenzi war das Fehlen Federers beim neuen ATP Cup direkt zu Amtsbeginn ärgerlich, aber kein Grund zur Verstimmung. Ob Federer denn dafür im kommenden Jahr spiele?

Gaudenzi zu Federer: "Keine Ahnung, wie du dich so bewegen kannst"

"Ich habe mit Roger gesprochen, noch bevor ich gewählt worden bin", erklärte der Italiener gegenüber ubitennis.com und tennisactu.net. "Ich habe ihm gesagt: Roger, ich bin vor 17 Jahren zurückgetreten und ich habe keine Ahnung, wie du dich so bewegen kannst, wie du es tust. Ich habe deine Matches im Fernsehen geschaut und habe keinen blassen Schimmer, was dein Geheimnis ist. Ich war erledigt mit 30 Jahren, mental und von der Psyche her", so die ehemalige Nummer 18 der Tenniswelt. "Um auf diesem Level zu spielen, in diesem Alter, das geht nur bei außerweltlichen Talenten wie ihm. Von daher kann ich mich nicht beschweren, wenn er ein Turnier auslässt."

Er schaue vielmehr auf die positiven Seiten, so der 46-Jährige. "Ich bin dankbar, dass er noch spielt. Er hätte schon lange zurücktreten können und spielt noch. Ich war selbst Profi und kann sagen: Das ist nicht so einfach. Natürlich würden wir ihn am liebsten jede Woche spielen sehen, aber das ist unmöglich. Also sollten wir uns daran erfreuen, dass er überhaupt noch spielt. Ihm dankbar sein für das, was er uns gibt, wo immer er spielt und wann immer er sich danach fühlt, zu spielen."

Sollte Federer im kommenden Jahr zum Saisonauftakt beim ATP Cup antreten, wäre er 39 Jahre alt.

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von Florian Goosmann

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10.04.2020, 10:47 Uhr
zuletzt bearbeitet: 09.04.2020, 16:15 Uhr