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US Open 2020? Greg Rusedski sieht dabei große Chancen fürs Tennis

Finden die US Open 2020 statt oder nicht? Es ist die große Frage zurzeit, und einfache Antworten gibt's noch nicht. Greg Rusedski immerhin hat einen interessanten Ansatz, warum Flushing Meadows unbedingt gespielt werden sollte.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 01.06.2020, 21:52 Uhr

Greg Rusedski trifft die Kugel selbst noch ganz gut
© Getty Images
Greg Rusedski

Mitte Juni solle die Entscheidung über eine Austragung fallen, heißt es von allen Seiten. "Die US Open wollen mit aller Gewalt ihr Turnier durchbringen", weiß Herwig Straka, der im ATP-Board sitzt und damit ebenso auf die Entscheidung aus New York hofft, um die Planungen auf der Tour voranzubringen. Todd Martin indes, selbst lange Zeit im Vorstand des US-amerikanischen Tennisverbandes, fragt sich, wie man spielen wolle, unter allen Corona-sicheren Voraussetzungen - selbst ohne Zuschauer./

Ein weiterer Ex-Profi hat sich nun zu Wort gemeldet, und einer, der an die US Open seine vielleicht besten Tennis-Erinnerungen hat: Greg Rusedski nämlich, der 1997 überraschend ins Finale einzog und dort gegen den ebenso überraschend aufgetauchten Patrick Rafter verlor.

"Wir müssen einen Weg finden, die US Open in diesem Jahr zu spielen, mit oder ohne Zuschauer", so der gebürtige Kanadier, der im Laufe seiner Karriere unter britischer Flagge wechselte, gegenüber dem Tennisportal tennis365.com. "Solange wir es sicher für alle Spieler und Beteiligten hinkriegen, dann können, ja dann müssen wir es probieren."

Tennis in 2020 - Mehr Fans vor den Fernsehern?

Rusedski nämlich sieht große Chancen fürs Tennis. "Man denke nur an die Millionen an Fans auf der gesamten Welt, die es sich anschauen würden, wenn wir Tennis zurückbrächten. Das ist eine Chance, Tennis einer noch größeren Menge an Zuschauern zu präsentieren als normalerweise. Auch ohne Publikum vor Ort hätten wir es millionenfach vor den Fernsehern." Es wäre zudem ein einmaliges Erlebnis, auch ohne Zuschauer, an das man sich wohl Zeit seines Lebens erinnern würde, wenn man ein Major-Turnier während der Corona-Zeit ausgetragen hätte.

Zumal die Einhaltung der Vorschriften laut Rusedski kein Problem wäre: die Anlage sei riesig, ohne Zuschauer wäre "Social Distancing" kein Problem. Zumal auch die Firmensitze nicht belegt sein würden, man könnte allen beteiligten Spielern einen gesonderten Bereich zuweisen.

Einige Spieler, unter anderem Roger Federer und Petra Kvitova, hatten sich kürzlich unglücklich über eine eventuelle Austragung eines Grand-Slam-Turniers ohne Fans geäußert. Greg Rusedski hingegen würde sofort spielen, wäre er noch aktiv. "Überhaupt Live-Sport zurück ins Fernsehen zu bekommen, wäre aufgrund vieler Dinge gut. Tennis und Golf sind die beiden einfachsten Sportarten, um die Distanz-Regeln einzuhalten. Also müssen wir nur schauen, wie wir das hinkriegen. Wenn man damit herumexperimentiert, den Sport zurückzuholen, sollten wir das mit Tennis und Golf tun."  

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Dienstag
02.06.2020, 08:07 Uhr
zuletzt bearbeitet: 01.06.2020, 21:52 Uhr