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US-Open-Champ Daniil Medvedev hat seine Krämpfe versteckt: "Wenn Novak es merkt, ist es nicht gut"

So deutlich das Ergebnis der US-Open-Finals zwischen Daniil Medvedev und Novak Djokovic schien, so knapp war es am Ende wohl - weil Daniil Medvedev nervelte.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 14.09.2021, 09:50 Uhr

Daniil Medvedev
© Getty Images
Daniil Medvedev

6:4, 6:4 und 5:1 hatte Medvedev im US-Open-Finale gegen Djokovic geführt - und zum Schluss wurde es doch noch mal eng. Der Grund: Medvedev nervelte./

Zwar habe er weniger Druck gehabt "als manches andere Mal in meiner Laufbahn", so der Mann aus Russland in der Pressekonferenz nach dem Match. "Aber es war dennoch viel." Beim 5:3 habe er Krämpfe bekommen, "vermutlich aufgrund des Drucks beim 5:2, wo ich Matchball hatte und nicht genutzt habe. Meine Beine hatten sich nach dem 5:3 verabschiedet." Beim 5:4 habe er aufgrund seines linken Beins kaum noch laufen können. "Wenn man sich die Wiederholung genau anschaut, als ich zum Handtuch gehe, da lief mein Bein hinterher." Er habe versucht, es nicht zu zeigen. "Wenn Novak das spürt, ist es nicht gut."

US Open: Daniil Medvevev und der tote Fisch beim Jubeln

Medvedev: "Vielleicht wäre ich durchgedreht"

Beim 40:15 habe er dann ja wieder zwei Matchbälle gehabt. "Ich dachte: Come on, geh auf Ass. Es wurde ein heftiger Doppelfehler, der zweite Aufschlag ist mitten im Netz gelandet." Aber er habe ja noch einen gehabt. "Ich wollte einfach einen ersten Aufschlag reinbringen, das hab ich geschafft, und ich bin total glücklich." Was bei einem möglichen 5:5 passiert wäre? "Das wissen wir nicht, vielleicht wäre ich durchgedreht oder so. Es ist aber nicht passiert, also müssen wir nicht drüber sprechen."

Dass er ausgerechnet gegen Djokovic im Finale gewonnen habe, sei letztlich egal. "Wenn ich gegen Botic (van de Zandschulp) gewonnen hätte, wäre ich wohl genauso glücklich." Dass er gegen jemanden gewonnen habe, der eine 27:0-Bilanz bei Grand Slams gehabt habe, bringe aber freilich Selbstvertrauen. Djokovic sei aber sicher nicht in Bestform gewesen, fügte Medvedev an. "Die Frage ist, wenn er es gewesen wäre, hätte ich mithalten können? Wir wissen es nicht."

Ach ja: Die Party nach dem Sieg scheint dann doch gut, aber nicht zu aufsehenerregend gewesen zu sein. "Russen wissen, wie man feiert", hatte Medvedev angekündigt. "Hoffentlich komme ich nicht in die Nachrichten."

Das kam er nicht: Am nächsten Morgen saß Medvedev sogar recht nüchtern wirkend in der Schalte zur Show Live with Kelly and Ryan. Nach immerhin doch drei Stunden Schlaf.

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von Florian Goosmann

Dienstag
14.09.2021, 09:44 Uhr
zuletzt bearbeitet: 14.09.2021, 09:50 Uhr

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