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Wimbledon: Rafael Nadal und Roger Federer - Vielleicht nicht besser, aber anders?

Rafael Nadal und Roger Federer spielen am Freitagnachmittag das Traumhalbfinale beim Wimbledon-Turnier 2019 aus. Es ist das erste Gras-Meeting der beiden seit elf Jahren - und seither hat sich einiges getan.

von Florian Goosmann aus Wimbledon
zuletzt bearbeitet: 12.07.2019, 07:51 Uhr

Rafael Nadal
© Getty Images
Rafael Nadal

"Nein, nein." Die Antwort von Rafael Nadal war klar und deutlich. Nein, er erwarte nichts Neues zu lernen aus dem anstehenden Match gegen Roger Federer. 

Wie auch. Nadal und Federer haben 39. Duelle gegeneinander ausgefochten bislang, fünf davon in den vergangenen zweieinhalb Jahren, Geheimnisse gibt's da keine mehr. "Ich erwarte nur, gegen den wohl besten Spieler der Geschichte auf diesem Belag anzutreten. Und weiß, dass ich selbst mein Bestes spielen muss, um eine Chance auf's Finale zu haben", führte Nadal weiter aus. Federer spiele gut, er fühle sich wohl hier. "Und ich auch", erklärte Nadal selbstbewusst, "ich spiele ebenfalls gut."

Das war ja nicht immer so in den vergangenen Jahren auf Rasen. 2008 und 2010 gewann Nadal seine beiden Titel an der Church Road, danach setzte es teils bittere Niederlagen. Gegen Lukas Rosol. Gegen Steve Darcis. Gegen Nick Kyrgios. Gegen Dustin Brown. Gegen sein Knie. 

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Nadal: Still und heimlich wieder Wimbledon-Experte

Seit 2017 aber scheint Nadal wieder im Rennen. Damals verlor er nach zuvor guten Spielen im Achtelfinale gegen Gilles Muller mit 13:15 im fünften Satz. Und 2018 mit 8:10 im Entscheidungsdurchgang gegen Novak Djokovic. Anders gesagt: Viel hat nicht gefehlt, und Nadal hätte im Vorjahr um einen dritten Titel mitgespielt - und gegen einen angeschlagenen Kevin Anderson wohl gute Chancen gehabt.

Auch, weil Nadal nicht mehr Nadal ist - also der aus alten Zeiten. Sondern ein anderer.

Eine interessante Frage in der Presserunde nach dem Querrey-Match bedachte Nadal mit einer ebenso interessanten Antwort. Nein, er glaube nicht, dass Federer und er sich arg verbessert hätten. Man habe Dinge ergänzt, weil man andere des Alters wegen verloren habe. Das sei womöglich der einzige Grund, warum er und Federer überhaupt noch dort stünden, wo sie eben stehen. Man liebe diesen Sport und habe großen Respekt.

Nachfrage des Reporters in schönstem Englisch mit italienischem Akzent: "Aber Ihr Aufschlag ist besser! Ihr Return ist besser! Ich bitte Sie!" Wenn man das mit dem Spiel vor 10 Jahren vergleiche... Federer ginge es doch genauso. Was macht er besser?

Nadal verdeutlichte. "Ich renne weniger, also muss ich besser aufschlagen. Ich kann keine 20 Wochen im Jahr mehr spielen, also muss ich anders planen, Dinge verbessern, damit ich jedes Mal, wenn ich spiele, wettbewerbsfähig bin." Und: "Natürlich serviere ich stärker. Natürlich habe ich eine bessere Rückhand. Vielleicht auch einen besseren Volley, einen besseren Slice." Aber ob das heutige Level insgesamt besser sei als das frühere? Nadal nahm, den Italiener im Geiste, die Hände abwägend zu Hilfe. "Ich weiß nicht."

Aber wenn es darum gehe, das Spiel zu adaptieren: Da hätten Federer und er "immer Wege gefunden, damit wir unter den Besten der Welt bleiben."

"Fedal" in Wimbledon: Erstmals seit 2008

Zu viel in der Vergangenheit wühlen wollte Nadal ohnehin nicht. Viele gute Matches habe man gegeneinander gespielt, in Wimbledon würden natürlich die Finals 2007 und 2008 herausstechen. Zur Erinnerung: 2007 hatte Nadal zu Beginn des fünften Satzes gleich zwei Mal ein 15:40 bei Aufschlag Federer, der aber das bessere Ende für sich fand - Nadal bezeichnete diese Niederlage als schlimmste seiner Karriere. 2008 folgte dann der erste Sieg des Spaniers. 

"Das waren zwei emotionale Matches", blickte Nadal zurück. Und schmunzelte: "2008 war für mich dann doch etwas emotionaler."

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von Florian Goosmann aus Wimbledon

Donnerstag
11.07.2019, 20:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.07.2019, 07:51 Uhr

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