Bresnik über Neu-Schützling Monfils: "Qualitätsunterschied zu Dominic ist groß"

Gael Monfils heißt der neue Schützling von Österreichs Starcoach Günter Bresnik. Der lobt den Franzosen als "angenehmen Zeitgenossen" - sieht aber auch viele Fragezeichen um eine langfristige Zusammenarbeit.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 28.01.2021, 10:05 Uhr

Günter Bresnik, Gael Monfils
© GEPA
Günter Bresnik, Gael Monfils

Gael Monfils und Günter Bresnik - wer hätte das gedacht? Seit November trainieren die beiden zusammen, waren in der Off-Season in Dubai und Teneriffa tätig. Aktuell weilt Monfils in Australien, Bresnik coacht via Telefon. Die Zwischenbilanz nach den ersten Monaten an der Seite des Weltranglisten-11.: "Ein sehr angenehmer Zeitgenosse, fad wird es dir mit ihm nie", so Bresnik gegenüber heute.at.

Sportlich sei Monfils "der beste Athlet im Tenniszirkus", erklärte Bresnik weiter. "Aber es gibt viele Fragezeichen, ob es mit uns passt. Er ist 34 Jahre alt. Dablost er die Trainingsumfänge? Gibt er unserer Idee eine faire Chance? So wie bisher mache ich sicher nicht weiter, aber das ist ihm klar."/

"Monfils kann ein Grand-Slam-Turnier gewinnen"

Monfils' Stärken seien unter anderem, dass er schnell im Kopf sei, "sieht man ihm beim Computerspielen zu, staunt man. Er sieht Dinge früher – so wie Nick Kyrgios. Er hat mit dem Tempo der gegnerischen Schläge weniger Probleme." Andere sähen in ihm den Kasper, der wollte er aber nicht sein, "als Clown wirst du auch nicht die Nummer sechs". Monfils sei ein Arbeiter, sehr streng erzogen von seinem Vater, Rufin Monfils, ein ehemalige Fußballprofi. Monfils könne ein Grand-Slam-Turnier gewinnen, so Bresnik. Dennoch: "Er tickt anders. Er ist kein David Ferrer, der wühlt, kämpft und beißt. Er fühlt sich wohl, wenn er kreativ ist. Solche Typen darfst du auch nicht bedingungslos einschränken, sonst richtest du einen großen Schaden an." Tennis sei ein Spielsport, das Überraschungsmoment sei wichtig. "Der Stop ist an und für sich eine gute Idee. Es geht aber auch um die Ausführung. Und wenn der Stop nach der Spieleröffnung beim zweiten oder dritten Ball passiert, rege ich mich auch schon weniger auf." 

Thiem gegen Monfils beim ATP Cup

Die Krux: Bereits zum Jahresauftakt, beim ATP Cup, kommt es zu einem Aufeinandertreffen zwischen Bresnik-Schützlingen - zwischen dem aktuellen, Monfils, und dem bekanntesten ehemaligen, Dominic Thiem, der sich 2019 von seinem langjährigen Mentor getrennt hatte.

Beim zweiten Gruppenspiel, am 4. Februar, spielen Österreich und Frankreich gegeneinander, für Bresnik eigentlich eine klare Sache. "Derzeit ist Gael mindestens eine Klasse schwächer." In Wien habe Monfils im vergangenen Jahr sechs Doppelfehler in einem Spiel serviert. "Der Qualitätsunterschied zu Dominic ist groß."

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