Davis Cup: Alexander Zverev begeistert als Mr. 100 Prozent

Alexander Zverev soll Deutschland zum ersten Davis-Cup-Titel seit 1993 führen. An seiner Bereitschaft wird es in Bologna definitiv nicht scheitern.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 21.11.2025, 19:23 Uhr

Alexander Zverev will Deutschland zum Titel führen
© Getty Images
Alexander Zverev will Deutschland zum Titel führen

von Nikolaus Fink aus Bologna

Fragt man Alexander Zverev nach seiner Meinung, bekommt man eine klare Antwort. Auch deshalb stellen die Pressekonferenzen des Weltranglistendritten im Medienalltag immer wieder eine erfrischende Abwechslung dar - in Bologna ist das nicht anders. Selbst dann nicht, wenn der gebürtige Hamburger einfach nur mehr ins Bett will.

Und also scheute Zverev nach dem dramatischen Erfolg über Argentinien spätnachts auch nicht eine neuerliche Diskussion über das aktuelle Davis-Cup-Format. Ob er nach den nervenaufreibenden Momenten im Doppel nun seine allseits bekannte Meinung ändere, wurde der 28-Jährige von einem italienischen Journalisten gefragt. Die Replik ließ sich schon anhand Zverevs Gesichtsausdrucks während der Fragestellung erahnen - und untermauerte seinen Standpunkt mehr als nur eindeutig.

Leere Ränge machen Zverev traurig

“Finden Sie es nicht auch ein bisschen traurig, dass bei solchen Matches und so einem Doppel höchstens 1.000 Leute im Stadion sind?”, stellte Zverev eine rhetorische Gegenfrage. “Wenn wir in Argentinien oder Deutschland spielen, sind vielleicht 15.000 Menschen da. In dieser Hinsicht finde ich es ein bisschen traurig." Bumm, keine weiten Fragen.

Dass sich Zverev kurz zuvor noch wie ein kleines Kind über den Sieg von Kevin Krawietz und Tim Pütz gefreut hatte, war aus seiner Sicht alles andere als widersprüchlich: “Das werde ich immer tun. Ich werde immer 100 Prozent geben und meine Mannschaft unterstützen." Auch am Ende einer kräftezehrenden und “unglaublich unbefriedigenden” Saison.

Zverev gibt alles für Deutschland

Das stundenlange Anfeuern war Zverev nach dem Erfolg über Argentinien deutlich anzumerken. "Ich habe keine Stimme mehr", sagte der dreifache Grand-Slam-Finalist mit tiefer Stimme, “es ist, als hätte ich Party in einem Nachtclub gemacht”. Das Ausschlafen bis 12 Uhr, das er weit nach Mitternacht angekündigt hatte, tat dem Deutschen offenbar gut. Am Freitagnachmittag spulte Zverev ab 16 Uhr eine knapp einstündige Trainingseinheit ab und bereitete sich auf das Duell mit Spanien vor.

Zverev trifft im zweiten Einzel aller Voraussicht nach auf Jaume Munar, gegen den er 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris klar gewann. "Ich glaube, dass er jetzt sehr viel besser spielt als damals", sagte der 28-Jährige, an dessen Herangehensweise sich seither nichts verändert hat: “Ich werde alles dafür tun, damit Deutschland gewinnt.”

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Samstag
22.11.2025, 08:00 Uhr
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