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Die fünf besten Damen-Matches bei den US Open 2020

Naomi Osaka holte sich am Ende den Titel bei den US Open - aber welche Matches sind wirklich hängengeblieben? Eine Auswahl.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 10.12.2020, 17:52 Uhr

Naomi Osaka wirdin Paris nicht antreten
Naomi Osaka wirdin Paris nicht antreten

#5 Shelby Rogers - Petra Kvitova, Achtelfinale - 7:6, 3:6, 7:6

Petra Kvitova hat sie hin und wieder, die "Off-Days", bei denen nichts zusammenläuft. Das war hier jedoch nicht der Fall: 58 Winner bei 35 Fehlern ohne Not standen am Ende bei der zweimaligen Wimbledonsiegerin in der Statistik - und sie verlor dennoch. Der Grund: eine toll aufspielende Shelby Rogers, die mit einem Sieg über Serena Williams (in Lexington) nach New York gereist war und in Runde 3 bereits mit Elena Rybakina eine der Spielerinnen des Jahres aus dem Turnier genommen hatte. Vier Matchbälle wehrte Rogers ab, bevor sie am Ende siegte und ins Viertelfinale einzog. Wo dann gegen die spätere Siegerin Naomi Osaka Schluss war./

#4 Naomi Osaka - Jennifer Brady, Halbfinale, 7:6, 3:6, 6:3

Jennifer Brady hatte zu Saisonbeginn in Brisbane bereits mit Siegen über Maria Sharapova und Ashleigh Barty auf sich aufmerksam gemacht, danach in Dubai das Halbfinale erreicht. Bei Tour-Wiederaufnahme siegte sie gleich in Lexington, den US Open startete sie dann auf großem Terrain durch. Im Achtelfinale: eine Demonstration gegen Mitfavoritin Angelique Kerber, die Bradys "heavy spin" wenig entgegenzusetzen hatte. Brady, gecoacht von Ex-Görges-Trainer Michael Geserer, verlangte auch Naomi Osaka alles ab, nur zwei Breaks gab's am Ende einer hochklassigen Begegnung.

#3 Victoria Azarenka - Serena Williams, Halbfinale, 1:6, 6:3, 6:3

Kein Geheimnis: Azarenka hat die Waffen, um Serena Williams zu schlagen, bei einem Major-Turnier war ihr dies jedoch noch nie gelungen, 0:10 lautete hier die Bilanz. Und auch diesmal sah alles nach einem Sieg von Serena aus, die überragend in die Partie startete. Beim 2:2 im zweiten Durchgang aber gelang Azarenka das Break, das alles verändern sollte - und ihrem Fabel-Comeback noch eins draufsetzte.

#2 Laura Siegemund/Vera Zvonareva – Yifan Xu/Nicole Melichar, Doppelfinale, 6:4, 6:4

Laura Siegemund hatte den Matchball gar nicht als Matchball im Kopf, der Jubel kam erst mit Verzögerung. Aber egal: Was ein Erfolg für die 32-Jährige, nach dem Mixed-Sieg vier Jahre zuvor. Das Finale: absolut hochklassig, mit einer Laura Siegemund, die am Netz großartig antizipierte und wirbelte - ein Lehrvideo zum Thema "Immer ran am Netz!".

#1 Naomi Osaka - Victoria Azarenka, Einzelfinale, 1:6, 6:3, 6:3

Azarenka kam mit elf Siegen in Folge ins Finale, das quasi die Wiederholung des Cincy-Endspiels war - mit der kleinen Ausnahme, dass die immer noch am Oberschenkel gehandicapte Osaka diesmal antrat. Azarenka traf zu Beginn fast alles, unter anderem 16 von 17 ersten Aufschlägen. Aber Osaka kämpfte und punkete schließlich - 34 Winner waren es letztlich bei ihr auf dem Weg zum dritten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. "Vor zwei Jahren hätte ich wahrscheinlich aufgegeben, mit Satz- und Break-Rückstand", so Osaka.

Die fünf besten Männermatches bei den US Open 2020

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von Florian Goosmann

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10.12.2020, 17:16 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.12.2020, 17:52 Uhr

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