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Dominic Thiem: Hilfsfonds? „Gibt viele, die dem Sport nicht alles unterordnen“

Dominic Thiem hat sich über die Pläne eines Hilfsfonds für schlechter gereihte Spieler geäußert. Die Idee, neun Millionen US-Dollar an Profis mit einem Ranking zwischen Platz 250 und 700 auszuschütten, gefällt Thiem nicht.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 26.04.2020, 14:22 Uhr

„Ich kenne die Future-Tour, habe dort zwei Jahre lang gespielt. Dort gibt es viele Leute, die dem Sport nicht alles unterordnen. Ich würde nicht einsehen, warum ich solchen Leuten Geld schenken sollte“, sagte Thiem in einem Interview mit der Krone. „Ich spende lieber an Leute oder Institutionen, die es wirklich brauchen.“

Erst im vergangenen Dezember sorgte ein Match auf der ITF-Tour für Aufsehen. Ein Ukrainer nannte für eine Qualifikation in Doha und machte im Match keinen einzigen Punkt.   

„Keiner von uns Top-Leuten hat das geschenkt bekommen. Wir mussten uns alle hochkämpfen. Ich habe in keinem Beruf die Garantie, irgendwann einmal richtig viel Geld damit zu verdienen“, sagte Thiem, und legte sich fest: „Es kämpft kein Tennisspieler, auch nicht die, die weiter unten stehen, ums Überleben. Es muss keiner verhungern.“

Dominic Thiem: Training in Alt-Erlaa

Thiem nahm nach der Aufhebung des Betretungsverbots für Profisportler in Österreich unter der Woche wieder das Training auf dem Tennisplatz auf. Anders als in den vergangenen Jahren trainiert er nicht mehr im Trainingszentrum Südstadt in Maria Enzersdorf, sondern in Alt-Erlaa im Südwesten Wiens.

„Es ist eine schöne Anlage. Wir trainieren auf Sandplatz indoor. Es hat sich nicht viel verändert zur Südstadt. Ich werde dort trainieren, wenn ich zuhause bin“, sagte Thiem.

Vater Wolfgang zog seine Trainingsgruppe mit Dominic, Dennis Novak und Co. von der Südstadt ab, um nach den Streitigkeiten mit dem ÖTV ein Zeichen zu setzen.

Die Gefahr, dass Thiem nun aufgrund der angespannten Stimmung nicht mehr im Davis Cup spielen könnte, wies er ab. „Wir haben gute Chancen in Madrid. Ich will dort natürlich unbedingt spielen“, sagte Thiem mit dem Vorbehalt, dass ein regulärer Tour-Betrieb bis zum Herbst möglich ist. „Ich bin nicht in Hintergründe involviert. Wenn ich spielen will, spiele ich.“

Thiem hofft auf einen Tour-Beginn im August, nun versuche er, einen gewissen Rhythmus zu finden. Eine intensivere Vorbereitung beginne er erst fünf, sechs Wochen vor dem ersten Turnier.

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Sonntag
26.04.2020, 10:30 Uhr
zuletzt bearbeitet: 26.04.2020, 14:22 Uhr