Dominic Thiem zu den Schlagzeilen nach seinen Aussagen: "Das war unfair"

Dominic Thiem hat sich im Gespräch mit der französischen L'Équipe zu seinen Aussagen bezüglich des Spielerfonds und zum aufsehenerregenden Video von Ines Ibbou geäußert.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 20.05.2020, 12:47 Uhr

Dominic Thiem hat gegen Diego Schwartzman eine positive Bilanz
© Getty Images
Dominic Thiem

Ibbou hatte sich in einem offenen Video an Thiem gewandt und seine Äußerungen am ursprünglich geplanten Hilfsfond für schlechter platzierte Spieler kritisiert. Seine Worte seien respektlos gewesen, so Ibbou, die sich in Algerien ohne Unterstützung vom Verband in die Tennis-Weltrangliste gekämpft hat und dabei um jeden Cent kämpfen muss./

Thiem hatte sich zuvor dahingehend geäußert, dass er selbst zwei Jahre lang auf der ITF-Tour gespielt habe und wisse, dass sich einige Spieler nicht professionell verhalten würden. "Ich würde nicht einsehen, warum ich solchen Leuten Geld schenken sollte“, so Thiem in einem Interview mit der Kronen-Zeitung. „Ich spende lieber an Leute oder Institutionen, die es wirklich brauchen.“

Während einige Thiem zur Seite sprangen, erntete er auch harte Kritik - eben auch im Video von Ines Ibbou, das in den sozialen Medien heiß lief. Nun stellte Thiem klar, wo das Problem gelegen habe - nämlich darin, "dass sich niemand das gesamte Interview angeschaut hat, das ich gegeben habe." All die Zeitungen und Magazine hätten Schlagzeilen darüber gehabt, "das war unfair", so der Lichtenwörther. "Wenn die Leute sich alles angeschaut hätten, hätte das nicht diese Ausmaße angenommen."

Thiem hatte sich bereits nach dem Kronen-Interview entsprechend geäußert und erklärt, dass einiges zu hart herübergekommen sei.

Thiem unterstützt in Österreich

In der L´Équipe erklärte er nun erneut, dass er eben nicht von "allen" Spielern gesprochen habe. "Es gibt viele Spieler, die es verdient haben, unterstützt zu werden. Die ihr Bestes geben." Aber er wolle selbst entscheiden, wem er helfe.

In der Sache blieb Thiem also bei seinem Credo. "Wenn man Erfolg haben will, muss man alles dafür tun, zu 100 Prozent." Er habe zwei Jahre lang auf der Future-Tour gespielt, es gebe jedoch auch Spieler, die seit zehn Jahren dort seien und sich nicht wie Profis verhielten, keine professionelle Einstellung hätten. "Das sind nicht alle. Aber einige."

Er unterstütze selbst einige junge Spieler in Österreich. "Ich habe nicht darüber gesprochen, weil ich das nicht für mein Image mache. Sondern, weil sie es verdienen und ich das möchte."

"Dominic macht einiges", hatte vor Kurzem auch Ex-Profi Alexander Antonitsch gegenüber derstandard.de erklärt. "Er förderte schon vor Corona einen der besten Nachwuchsspieler Österreichs (Marko Andrejic, Anm. d. Red.). Das wissen die wenigsten, darüber redet keiner."

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zuletzt bearbeitet: 20.05.2020, 12:47 Uhr

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