French Open 2026: Jannik Sinner - Sieben Schritte zur sportlichen Unsterblichkeit
Jannik Sinner startet am Dienstag in sein “wichtigstes Turnier des Jahres”. Der Italiener könnte sich in Paris unsterblich machen.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
25.05.2026, 16:47 Uhr

Turniersieg in Monte-Carlo, Turniersieg in Madrid, Turniersieg in Rom. Wer bei den French Open der Topfavorit auf den Titel ist, darüber muss nach dem bisherigen Verlauf der Sandplatzsaison nicht weiter diskutiert werden. In Paris schickt sich Jannik Sinner nun an, schon im zarten Alter von 24 Jahren zu einer der größten Legenden des Tennissports zu werden.
Zuletzt komplettierte der Südtiroler in Rom den “Career Golden Masters”, in Roland-Garros steht nun der “Career Grand Slam” auf dem Spiel. Von den vier Major-Events fehlt Sinner nur mehr der Titel am Bois de Boulgone. “Mein wichtigstes Turnier des Jahres steht an”, sagte der Weltranglistenerste daher vor dem Sandplatzklassiker in Frankreichs Hauptstadt.
Sinner im Vorjahr knapp dran
Im Vorjahr schrammte Sinner nur um Haaresbreite am Titel vorbei: Im besten Match des Jahres vergab der Italiener gegen Carlos Alcaraz im vierten Satz drei Matchbälle, um letztlich im Champions-Tiebreak den Kürzeren zu ziehen. "Natürlich denke ich manchmal daran zurück, aber ich habe trotzdem sehr positive Gefühle”, meinte Sinner mit Blick auf das Vorjahresendspiel.
Zu einem Wiedersehen kann es in diesem Jahr nicht kommen, fällt Alcaraz doch bekanntermaßen aufgrund einer Handgelenksverletzung aus. Auch deshalb fehlt ein wenig die Phantasie, wer oder was Sinner in Paris stoppen könnte. Seit seiner Viertelfinalniederlage in Doha gegen Jakub Mensik gewann der Branchenprimus 29 Matches in Folge.
Müdigkeit sollte keine Rolle spielen
“Es war eine sehr lange, aber sehr positive Phase“, sagte Sinner, der sich nach dem Turniersieg in Rom einige Tage Pause in Südtirol gönnte, über die längste Siegesserie seiner Karriere. ”Ich habe das Glück, in dieser Lage zu sein. Ich finde, es ist immer besser, in einer Situation zu sein, in der man gewinnt und langsam müde wird, als sich sehr gut zu fühlen, aber ein paar Runden zu verlieren."
“Ich glaube, die Aufregung hilft einem auch dabei, während des Turniers noch etwas mehr Energie zu finden”, hat Sinner offenbar nur wenig Angst, überspielt zu sein. Erste Hürde auf seinem Weg zur sportlichen Unsterblichkeit ist am Dienstag (ab 20:15 Uhr im tennisnet-Liveticker) der französische Wildcard-Inhaber Clement Tabur.
Hier das Einzel-Tableau der Herren aus Paris
