French Open: Sinner, Berrettini, Arnaldi - drei italienische Dramen
Mit Jannik Sinner, Matteo Berrettini und Matteo Arnaldi musste sich gleich drei italienische Profis bei den French Open ihrem Körper geschlagen geben.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
05.06.2026, 20:11 Uhr

Immerhin konnte Jannik Sinner seine Partie gegen Juan Manuel Cerundolo zu Ende bringen, wiewohl es keinen Unterschied gemacht hätte, wenn er schon Mitte des vierten Satzes das Handtuch geworfen hätte. Die Niederlage des Weltranglisten-Ersten in Runde zwei bleibt sicherlich das schockierendste Ergebnis dieser French Open 2026, auch aufgrund des Spielverlaufs. Schließlich hatte Sinner mit 5:1 im dritten Satz geführt, die ersten beiden Durchgänge auch für sich entschieden.
Der aktuell fast unerschöpfliche Pool und die Auslosung haben aber dafür gesorgt, dass trotz der Niederlage von Sinner drei seiner Landsleute im Viertelfinale gestanden haben. Wo sich das nächste Drama abspielte. Hauptdarsteller diesmal: Matteo Berrettini.
Cobolli scheint topfit zu sein
Berrettini legte gegen Namensvetter Matteo Arnaldi einen blitzsauberen Start hin und baute dann nach und nach ab. Bis er im zweiten Satz die Reißleine ziehen musste. Ein weiteres Kapitel in der langen Verletzungsgeschichte Berrettini. Hoffentlich ein eher kurzes. Denn jetzt geht es ja auf Rasen, dort fühlt er sich in der Regen sehr wohl.
Dass es nun auch Arnaldi mit einer Viruserkrankung traf, schließt die Trilogie der italienischen Dramen in Roland-Garros 2026 ab. Bitter in erster Linie für den Spieler. Bitter aber auch für die Fans, die um teures Geld Tickets nur für diese Partie gekauft hatten (bei den French Open werden die Halbfinal-Matches seit einigen Jahren ja separat verkauft).
Nun muss es also Flavio Cobolli für die Azurri richten. Die gute Nachricht: Der hat bis jetzt einen ziemlich fitten Eindruck gemacht. Und durch die Absage seines Landsmannes Arnaldi auch noch eine zusätzliche Pause bekommen.
Hier das Einzel-Tableau der Männer
