Mutmacher in Perth: Stefanos Tsitsipas startet vielversprechend ins Schicksalsjahr 2026
Nach einem verkorksten Jahr 2025 hat Stefanos Tsitsipas mit zwei Matcherfolgen einen vielversprechenden Start in die neue Saison hingelegt.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
02.01.2026, 15:28 Uhr

Der Start ins neue Jahr, er hätte aus Sicht von Stefanos Tsitsipas nicht schlechter verlaufen können. Der Grieche gab beim United Cup in Perth gegen den Japaner Shintaro Mochizuki sein erstes Aufschlagspiel ohne eigenen Punktgewinn ab und weckte damit früh Erinnerungen an seine Horrorsaison 2025. In der abgelaufenen Spielzeit war der zweifache Grand-Slam-Finalist in der Weltrangliste auf Position 36 abgestürzt.
Mitgrund dafür waren anhaltende Rückenprobleme, aufgrund derer Tsitsipas zwischenzeitlich sogar über ein frühes Karriereende nachdachte. “Nach meiner Niederlage bei den US Open hatte ich große Angst wegen meines Rückens, weil ich zwei Tage lang einfach nicht laufen konnte”, hatte der 27-Jährige vor Beginn des United Cup gesagt. “Wenn so etwas passiert, beginnt man, über die Zukunft seiner Karriere nachzudenken.”
Tsitsipas: “Die letzten Monate waren hart für mich”
Nach besagter Zweitrundenniederlage gegen Daniel Altmaier schlug Tsitsipas im Herbst nur mehr zweimal beim Davis Cup sowie beim Six Kings Slam auf. “Die letzten Monate waren hart für mich”, sagte der ehemalige Weltranglistendritte am Freitag. “Ich war sehr unsicher und wusste nicht, ob ich wirklich mithalten könnte. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass ich wieder auf diesem Niveau spielen und wirklich gutes Tennis zeigen kann.”
2026 ist für Tsitsipas, der die Vorbereitung eigenen Aussagen zufolge schmerzfrei absolvierte, so etwas wie ein Schicksalsjahr. Im Alter von 27 Jahren läuft dem Griechen auf der Jagd nach dem so ersehnten Grand-Slam-Triumph allmählich die Zeit davon. Während Carlos Alcaraz und Jannik Sinner aktuell ohnehin Lichtjahre entfernt scheinen, kassierte Tsitsipas 2025 viel zu viele Niederlagen gegen vermeintlich schwächere Gegner.
Sakkari stärkt Tsitsipas den Rücken
Ob die Rückenprobleme dafür die einzige Erklärung sind, darf zumindest bezweifelt werden. Schließlich warten die Fans des Griechen schon gefühlt seit einer halben Ewigkeit auf den nächsten Entwicklungsschritt. Sein Ex-Trainer Goran Ivanisevic hatte Tsitsipas im Juli scharf für dessen Arbeitsmoral kritisiert.
Für seine United-Cup-Partnerin Maria Sakkari ist Tsitsipas bei hundertprozentiger Fitness jedenfalls weiterhin “einer der besten Spieler der Welt”. Das Vertrauen in seine Person zahlte der 27-Jährige umgehend zurück: Tsitsipas gewann nach dem Horrorauftakt gegen Mochizuki nicht nur sein Einzel, sondern auch das Mixed-Doppel an Sakkaris Seite. Und durfte damit doch über einen gelungenen Start in sein Schicksalsjahr jubeln.
