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Victoria Azarenka nicht bei den Australian Open 2020 dabei

Die zweifache Australian-Open-Siegerin Victoria Azarenka muss auf einen Start in der neuen Saison in Melbourne verzichten.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 16.12.2019, 09:16 Uhr

Victoria Azarenka hat in Acapulco zum Auftakt überzeugt
© Getty Images
Victoria Azarenka

Die 30-jährige Weißrussin gab "persönliche Gründe" für ihre Abwesenheit bei den Australian Open 2020 an./

Bereits in der Vorwoche war auffällig, dass Azarenka in der Meldeliste für Melbourne nicht auftauchte, nun kam also die offizielle Verkündung. Was genau die Gründe sind, gab Azarenka nicht an. Möglich scheint jedoch, dass sie aufgrund ihrer familiären Situation nicht nach Australien reisen kann - Azarenka hat auch keines der Turniere im Vorfeld von Melbourne gemeldet. Ende 2016 war Azarenka erstmals Mutter geworden, nach der Trennung vom Vater Billy McKeague im Sommer 2017 entbrannte jedoch ein Sorgerechtsstreit um Sohn Leo, aufgrund dessen Azarenka nicht ohne ihn aus Kalifornien ausreisen durfte. Sie verpasste daher viele Turnierstarts. Der Streit hatte allerdings in 2018 geklärt sein sollen, Azarenka war seither wieder regelmäßig auf Tour, wenngleich sie desöfteren Teilnahmen verletzt absagen musste. 

Azarenka in Melbourne mit großen Erfolgen

Bei den Australian Open siegte Azarenka 2012 (im Finale gegen Maria Sharapova) und 2013 (gegen Li Na) und feierte damit ihre beiden Grand-Slam-Turniersiege. Nach ihrem Erfolg 2012 wurde sie zudem erstmals die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste.

Nach ihrem durchwachsenen und immer wieder unterbrochenen Comeback nach der Geburt von Leo war es jedoch bei den Australian Open in diesem Jahr, als Azarenka nach ihrer Erstrundenniederlagen gegen Laura Siegemund tief in ihr Seelenleben blicken ließ. In der anschließenden Pressekonferenz brach Azarenka in Tränen aus. "Ich habe viel durchgemacht in meinem Leben und manchmal frage ich mich, warum ich mir das antue", sagte Azarenka nach dem 7:6, 4:6, 2:6 gegen die Deutsche. "Im Training spiele ich wirklich gut, aber im Match kann ich es nicht umsetzen."

Im Laufe des Jahres steigerte sich Azarenka jedoch, unter anderem erreichte sie das Finale von Monterrey und spielte sich wieder unter die ersten 40 der Welt. Auf einen erneuten Start beim "Happy Slam" muss sie jedoch nun noch ein Jahr warten.

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von Florian Goosmann

Montag
16.12.2019, 09:50 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.12.2019, 09:16 Uhr