Wimbledon: Ohren zugehalten? Linda Noskova wollte einfach Ruhe spüren
Linda Noskovamusste sich nach ihren vergebenen Matchbällen im Wimbledonfinale kurz sammeln - und versuchte es mit etwas Ruhe.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
12.07.2026, 10:13 Uhr

Man konnte die Zuschauer im Wimbledonfinale der Damen doch etwas verstehen. Bis zum 6:2, 5:2 war das Endspiel zwischen Linda Noskova und Karolina Muchova einigermaßen unspektakulär verlaufen - zu dominant war der Auftritt von Noskova bis dahin. Als man spürte, dass es womöglich noch etwas länger dauern könnte, gab es entsprechenden Zuspruch für Muchova.
Etwas irritierend in dieser Phase: Nach ihren vergebenen Matchbällen und in den Seitenwechseln in den kritischen Momenten in Durchgang zwei hielt sich Linda Noskova die Ohren zu. War sie genervt vom Publikum? Nee. Es sei einfach sehr laut gewesen in dieser Phase, “und ich habe versucht, einfach bei mir zu bleiben”, erklärte die 21-Jährige. “Ich habe daher auch ein Handtuch über den Kopf gezogen.”

Dies habe ihr Coach geraten, verriet Noskova. “Er meinte: Wenn du einen Moment für dich brauchst, nimmt ihn dir. Geh vom Platz oder versuche einfach, bei dir zu sein.” Sie wisse nicht, ob das am Ende geholfen habe. “Aber es war definitiv nur, um mich etwas vor dem Lärm abzuschotten.”
Den großen und lauten Jubel gab's am Ende ohnehin, als Noskova ihren sechsten Matchball verwandelte - zum 6:2, 5:7, 6:3-Erfolg. Und einer bestandenen Nervenprobe.
