ATP Rom: Dominic Thiem - „Der ganze Raster ist eigentlich geistesgestört“

Dominic Thiem eröffnet am Mittwoch seine Einzel-Kampagne beim ATP-Masters-1000-Turnier in Rom. Gegner wird der Spanier Fernando Verdasco sein, gegen den Thiem bis dato noch nicht gewonnen hat.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 14.05.2019, 10:39 Uhr

Dominic Thiem hat in Rom ein hartes Auftaktlos erwischt
© Getty Images
Dominic Thiem hat in Rom ein hartes Auftaktlos erwischt

Von Jens Huiber aus Rom

Nein, er habe sich noch nicht erholen können von den Strapazen in Madrid, erklärte Dominic Thiem also gleich zum Auftakt seiner Einstands-Pressekonferenz in Rom. Wie auch? Am Sonntag hat der Lichtenwörther noch das Doppel-Finale in Madrid bestritten, dann ein später Flug nach Rom, dort wiederum gleich mehrere Termine zu absolvieren, nicht zuletzt für seine Schlägerfirma Babolat.

Für einen Blick auf´s Tableau hat es aber allemal gereicht - und eine erste Einschätzung, die die österreichischen Fans zumindest ein klein wenig nachdenklich stimmen könnte. „Das ganze Raster ist eigentlich geistesgestört“, so Thiem wörtlich vor der kleinen Gruppe an deutschsprachigen Journalisten. „Es hat also nicht leicht kommen können, aber Fernando Verdasco ist schon tough. Ich habe noch nie gegen ihn gewonnen, er kann mir mit gewissen Sachen schon weh tun, aber ich glaube, dass ich schon besser spiele als in Rio im vergangenen Jahr.“

Dominic Thiem taugt Rom

Damals war Thiem als Turniersieger von Buenos Aires in die brasilianische Metropole gekommen, hatte beim 4:6, 0:6 wenig Licht gesehen. Dafür, dass es am Mittwoch besser läuft, soll auch Thiems Doppelpartner sorgen: Jürgen Melzer. Als Linkshänder könne Melzer die Spielweise von Verdasco bis zu einem gewissen Grad simulieren, auch wenn der Spanier vor allem mit der Rückhand deutlich mehr Spin anbietet als der österreichische Veteran.

Dennoch: Es ist wenig bis gar keine Zeit zwischen Rom und Madrid, die Bedingungen sind sehr unterschiedlich. Was aber an der Spielweise von Thiem nichts ändern wird. „Ich werde auf Sand immer mit viel Spin spielen, aber der Ball geht halt nicht so schön weg wie in Madrid. Aber mir taugt Rom, es ist auch nicht langsam, vor allem wenn´s warm ist. Ich habe vor zwei Jahren richtig gut gespielt hier, letztes Jahr gegen Fognini war es auch kein schlechtes Match, gegen den kann man schon verlieren.“

Die Pausen Djokovics gerne mitgenommen

Körperlich gehe es ihm jedenfalls gut, auch wenn er gegen Novak Djokovic am Samstag natürlich voll gefordert war. dass sich der Serbe vor seinen Aufschlägen immer bis hart in die Grenze des Erlaubten Zeit genommen hat, kam Thiem sogar ein wenig entgegen. „Das Match war anstrengend. Und ich war jetzt auch nicht jedes Mal unglücklich darüber, dass er so lange gebraucht hat. Djokovic ist einer der fittesten Spieler auf der Tour. Wenn der so lange braucht, bis der Puls wieder runter kommt, dann wird das bei mir nicht wesentlich kürzer dauern.“

Sprach´s - und ging dann doch noch auf den Trainingscourt, um mit Coach Nicolas Massu und Physio Alex Stober zumindest am Aufschlag zu feilen. Das Doppel mit Jürgen Melzer ist übrigens als drittes Match nach 11 Uhr auf Court 3 angesetzt.

Hier das Einzel-Tableau in Rom

ATP-Masters 1000 in Rom im Livestream

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